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Kunstturnen Männer: Schweizer Sieg am Länderkampf SUI-GBR-BLR in Volketswil

Renate Ried

Fünf Geräte lang führte das Team Grossbritannien, vor dem letzten Durchgang lagen sie 3,15 Punkte vor der Schweiz. Doch die Schweizer wuchsen am Schlussgerät Barren über sich hinaus und lieferten ein Top-Resultat ab. Claudio Capelli, Oliver Hegi, Nils Haller, Pablo Brägger und Lucas Fischer siegten am Ende mit 0,8 Punkten Vorsprung. Mit hohen 87,500 Punkten gewann Claudio Capelli auch die Einzelwertung vor den Briten Max Whitlock und Kristian Thomas.

Claudio Capelli’s Fahrplan hinsichtlich der Europameisterschaften stimmt. „Ich bin mega zufrieden mit dem Wettkampf. Ich kann mich von Woche zu Woche steigern, ein super Gefühl!“ Die erreichten 87,500 Punkte unterstreichen deutlich seine Aussage. „Es war ein mega cooler Wettkampf, eine starke Mannschaftsleistung, eine super Halle und ein tolles Publikum“, der Berner scheint rundum glücklich zu sein.

Auch der Cheftrainer Bernhard Fluck ist sehr zufrieden: „Die Jungs haben clever gearbeitet, wenn etwas nicht optimal klappte, haben sie gekämpft und sich gerettet.“ Dieser Kampfgeist war sichtbar, lautstark feuerten sie sich an, motivierten sich gegenseitig und litten bei Fehlern mit. Die Schweizer begannen am Reck stark. Den Wettkampf für die Schweizer eröffnete Pablo Brägger am Reck mit hohen Flugelementen Yamawaki, Tkatchev gestreckt sehr gut, das Team konnte zum ersten Mal jubeln. Pablo Brägger (19) kann zu Recht stolz auf seine drei ersten Geräte sein: „ Besonders freut mich, dass ich meine neue erschwerte Ringübung zeigen konnte“, so der Ostschweizer. Am Barren knickte er bei der Stützkehre ein, was ihn etwas ärgert: „So was ist mir noch nie passiert, ich kann das sonst.“ Auch der 19-jährige Oliver Hegi ist zufrieden, dass er seine neuen erschwerten Übungen zeigen konnte. Hervorzuheben sind die Leistungen von Nils Haller und Lucas Fischer. Beide zeigten, dass sie ihre Chancen auf einen EM-Gerätefinal wahrnehmen wollen. Nils Haller zeigte trotz Schmerzen am Ellbogen an den Ringen eine Klasseübung 14,800 (6,3). Aufgrund der Ellbogenbeschwerden konnte er in den letzten Wochen zu wenig an den Ringen trainieren: „Die Anzahl Wiederholungen meiner Übung fehlt mir schon noch, doch ich denke bis zur EM kann ich das Aufholen.“ Richtig zufrieden ist er mit seiner Barrenübung – 15,050 (6,2) : „Eine wirklich schöne Überraschung, dass sie mir so gut gelungen ist.“ Lucas Fischer patzerte zwar am Barren und musste nach der Stemme rückwärts mit Salto vorwärts zum Stütz einen Zwischenschwung einlegen, mit D-Wert 6,5 zeigte er aber die schwierigste Übung aller Turner. Ohne Fehler ist mit dieser Übung ein Gerätefinal an der EM möglich. Lucas Fischer turnte letztes Wochenende wieder seinen ersten Wettkampf nach dreiviertel Jahren, entsprechend froh ist er: „Ich bin sehr zufrieden. Boden ging mir schon drei Mal besser als letzte Woche und auch der Sprung war gut.“ (Letze Woche zeigte er noch keinen Sprung). Der erfolgreiche Wettkampf in Volketswil gibt den Schweizern viel Motivation für die weitere EM-Vorbereitung.

Bereits am Freitag gilt es wieder Daumendrücken für Nils Haller, Pablo Bräger, Simon Nützi und Michael Meier, die Vier turnen am FIG Challenge Cup (früherer B-Weltcup) in Osijek (Kro). Vor den Europameisterschaften vom 23.-27. Mai 2012 in Montpellier (Fra) steht für die Schweizer Mannschaft am 12. Mai in Wolfurt (Ö) noch ein Länderkampf gegen Deutschland und Österreich auf dem Programm.

Renate Ried

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