Bei den Männern ging das Luzerner Team bereits in der ersten Disziplin, dem Sprung, in Führung. Das Quartett mit den Brüdern Roger und Philippe Sager sowie Danny Groves und Louis Thomann gaben diese nicht mehr ab. Entscheidend war die bessere Stabilität gegenüber ihren härtesten Konkurrenten Zürich (Meister 2004) und Aargau (Meister 2003) sowie die klar bessere Leistung am Pferd (27,45 gegen 26,25 und 26,45).
Bester Sechskämpfer war der Zürcher Flavio Fanconi (52,60) vor Niki Böschenstein (AG, 52,25) und dem überraschenden Danny Groves (52,10). In der Nationalliga B erzielte Claudio Capelli für Bern mit 52,45 das beste Total. Die absolute Höchstnote buchte Patrick Dominguez mit 9,50 am Boden. Er schaffte mit der Equipe von Genf dank dem Sieg in der Nationalliga B den Aufstieg in die Meistergruppe.
Bei den Frauen musste Zürich auf Danielle Englert (verletzt) verzichten. Dafür turnte erneut die Glarnerin Melanie Marti für das Favoritenteam. Sie erzielte mit 36,775 ein hohes Total (mit 9,675 am Stufenbarren!) und wurde unterstützt von Linda Stämpfli (35,175). Die Aargauerinnen, die man eigentlich stärker eingeschätzt hatte, waren nur gerade beim Sprung 0,15 Punkte besser als Zürich. In den andern drei Disziplinen dominierten die Zürcherinnen, sodass der Vorsprung auf nahezu vier Punkte anwuchs.
Ariella Kaeslin, neben Marti und Stämpfli die dritte Schweizer Teilnehmerin an der Einzel-WM in Melbourne (22. bis 27. November), verstärkte die Tessiner Equipe, die in der NLB überlegen gewann. Kaeslin erreichte dabei mit 37,20 ihr bisher höchstes Vierkampfresultat mit vier hohen Noten: Sprung 9,50, Stufenbarren 9,15, Balken 9,20, Boden 9,35.
Ausführliche Ranglisten
Erwin Hänggi, Medienverantwortlicher Kunstturnen STV
Wünnewil FR. Schweizer Meisterschaften Mannschaften. Männer. Nationalliga A: 1. Luzern, Ob- und Nidwalden 1 (Philippe Sager Sechskampf 52,10, Roger Sager Pferd 9,40, Reck 9,35, Danny Groves 52,10, Louis Thomann) 155,90. 2. Zürich 1 (Flavio Fanconi 52,60, Dennis Mannhart 50,70, Kevin Bachmann, Marco Scheideggger, Christian Grossniklaus) 155,25. 3. Aargau 1 (Niki Böschenstein 52,60, Mark Ramseier 50,70, Roland Häuptli 49,75, Markus Setz) 153,20. 4. Nordwestschweiz 1 (Roman Gisi 50,70, Fabian Leimlehner, Emanuel Senn, Cédric Engler, Alec Meiller, Marc Bracher) 148,20. 5. Solothurn 1 (Christoph Schärer Reck 9,05, Ismael Wermuth, Oliver Nützi, Thomas Schneitter, Nils Haller) 145,55. 6. Schaffhausen 137,95 (Absteiger).
NLB: 1. Genf (Jean-Philippe Hayoz, Claude-Alain Porchet, Patrick Dominguez Boden 9,50, Stéphane Détraz) 143,30. 2. Zürich 2 142,65. 3. Bern 140,60 (Claudio Capelli 52,45). 4. Aargau 2 140,45. 5. Luzern 2 136.30. 6. St. Gallen/Thurgau 1 126,10 (Absteiger). – NLC: 1. Nordwestschweiz 2 132,10 (Aufsteiger). 2. Zäürich 3 130,75. 3. Solothurn 2 124,35. 4. St. Gallen/Thurgau 2 115,20.
Frauen. NLA: 1. Zürich 1 (Melanie Marti Vierkampf 36,775, Linda Stämpfli 35,175, Silvia Hitz, Cécile Walder) 102,50. 2. Aargau 1 (Minu Keasniqi 33,60, Sabina Flückiger, Jessica Diacci, Carina Fürst, Natascha Küsterling) 98,525. 3. Bern 1 (Margaux Voillat 33,05, Laura Alzina 30,65, Eva Chen, Sarah Hachen, Yasmin Zimmermann, Yasmin Trachsel) 92,55. 4. St. Gallen (Aurelia Steinemann, Jennifer Rutz, Anja Leber, Janine Braunwalder, Giulia Steingruber) 89,50. 5. Nordostschweiz 78,70. 6. Zürich 2 74,45 (Absteiger).
NLB: 1. Tessin (Ariella Kaeslin 37,20, Lucia Tacchelli, Alice Pagani, Selene Bernasconi, Emily Berli) 96,75 (Aufsteiger). 2. Aargau 2 91,85. 3. Zürich 3 83,05. 4. Aargau 3 82,40. 5. Bern 2 77,15. 6. Fribourg 1 77,10 (Absteiger). – NLC: 1. Waadt 79,70 (Aufsteiger). 2. Aargau 4 78,70. 3. Zürich 4 75,50. 4. Nordwestschweiz 75,40. 5. Fribourg 2 69,15.