<media _blank fischer>Lucas Fischer (STV Lenzburg)</media> erlitt vor gut drei Wochen in seinem Zimmer in Magglingen einen epileptischen Anfall. Um sich auf die WM Ende September vorzubereiten, fehlt ihm die nötige Zeit. Dies der Grund, weshalb Fischer von einer Teilnahme in Antwerpen (Bel) absieht.
«Der Entscheid auf die WM zu verzichten, ist mir sehr schwer gefallen, aber er kommt von Herzen. Ich muss mich zuerst im Training und im Alltag wieder sicher und wohlfühlen», erklärte Lucas Fischer. Weil der epileptische Anfall so unerwartet war, brauche er vor allem auf psychischer Ebene Zeit, sich zu erholen.
Gestützt wird der Entscheid auch von Medizinern, Trainern und dem Schweizerischen Turnverband (STV). Weitermachen will der Aargauer Turner auf jeden Fall. «Ich habe einen starken Willen und werde nicht einfach aufgeben.»
Felix Stingelin, Chef Spitzensport STV, bekräftigt, dass der Verband weiterhin an Lucas Fischer festhält. «Der STV zollt Lucas Fischer höchsten Respekt und zieht den Hut vor ihm, dass er trotz dem Rückschlag den Kopf nicht in den Sand steckt.» Für die WM sei der Verzicht auf das Zugpferd zwar ein Verlust, aber «die Gesundheit ist höher zu gewichten als kurzfristiger sportlicher Erfolg», meinte Stingelin weiter.
Da er für die WM ausfällt, kann Lucas Fischer sich der bereits länger geplanten Knie-OP bereits in den nächsten Wochen unterziehen. Dabei wird ihm die Kniescheibe gerade gestellt.
Wann Lucas Fischer wieder ins Training einsteigen kann, ist zu diesem Zeitpunkt nur schwer zu sagen. Sein Ziel ist es, im Laufe des nächsten Jahres wieder einsatzfähig zu sein.
Alexandra Herzog-Vetsch