Die Schweizer Juniorinnen mussten im Teamwettkampf, der gleichzeitig auch als Mehrkampffinal und als Qualifikation für die Gerätefinals zählte, am Zittergerät Schwebebalken starten. Und dieses machte beim Schweizer Team mit Lena Bickel, Nina Ferrazzini, Alessia Gresser, Anastassia Pascu und Lou Steffen seinem Namen alle Ehre. Startturnerin Alessia Gresser begann als Startturnerin zwar noch mit einer fehlerfreien Übung. Doch danach mussten Nina Ferrazzini (ein Sturz), Lou Steffen (zwei Stürze) und Lena Bickel (drei Stürze) gleich reihenweise das Gerät verlassen. Abzüglich einer Streichnote kamen so gleich zu Beginn des Wettkampfes drei Stürze in die Wertung.
Doch die Schweizer Turnerinnen zeigten eine starke Reaktion. Bereits am nächsten Gerät dem Boden bewiesen Gresser, Bickel, Ferrazzini und Steffen Kampfgeist und turnten ihre Übungen ohne Schwierigkeiten durch. Das gleiche gelang dem Team von Juniorinnen-Cheftrainer Nicolas Gitteau auch am Sprung und am Stufenbarren. Den zu Beginn eingehandelten Rückstand im Teamklassement konnten die Schweizerinnen jedoch nicht mehr wettmachen. Dies vor allem auch, weil das Schweizer Team in Glasgow im Schwierigkeitswert eher einfache Übungen zeigte. Am Schluss holte die Schweiz den 14. Rang. Nina Ferrazzini erreichte im Mehrkampfklassement mit 48.332 Punkten den guten 24. Rang (nationenbereinigt). Lena Bickel erturnte 46.533 Punkte. Plätze im Gerätefinal konnte die Schweiz keine erzielen.
Team-Europameister wurde Italien, das Russland und Grossbritannien auf die weiteren Podestplätze verweisen konnte. Auch das Mehrkampf-Gold geht an unseren südlichen Nachbaren. Die Italienerin Giorgia Villa sicherte sich mit über einem Punkt Vorsprung den Mehrkampftitel. Silber ging an die Britin Amelie Morgan, Bronze an die Russin Ksenia Klimenko.
Text: Thomas Greutmann