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Kunstturnen: Jessica Diacci Vierte am Gander in Morges

Mit ihrem vierten Rang war Jessica Diacci (Villnachern) die beste Schweizerin am 28. Gander Memorial in Morges. Bei den Frauen gewann die Rumänin Ana Porgras, bei den Männern der Russe Nikita Ignatjew.

«Es stimmt, dass wir nach der WM müde sind, aber vor dem eigenen Publikum aufzutreten ist megaschön», freut sich Jessica Diacci. Ihr Ziel, einen fehlerfreien Wettkampf zu zeigen, hat die junge Turnerin erreicht. «Der kleine Fanclub, der die Reise gemacht hat, um mich zu unterstützen, war eine gelungene Überraschung», fügt die Aargauerin hinzu. Ihre Konstanz an den drei gewählten Geräten (Balken, Boden und Stufenbarren) und ihre Stabilität auf dem Balken (13,500, D-Note 5,7) brachten sie auf den vierten Platz. Der Rückstand auf die die Siegerin Ana Porgras (Balken-Weltmeisterin 2010) betrug drei Punkte. Den Abstand konnte die Rumänin mit dem besten Tagesergebnis bei den Frauen (15,00, D-Note 6,3) an ihrem Paradegerät schaffen. Enttäuschung hingegen für Giulia Steingruber (Gossau): Bereits beim ersten Einsatz (Sprung) stürzte sie. Nach einem zweiten groben Schnitzer beim Abgang vom Stufenbarren entschied Trainer  Zoltan Jordanov, auf den Boden zu verzichten.

Hochkarätige Konkurrenz
Die Schweizer Nils Haller (Biel, 7.) und Pablo Brägger (Oberbüren, 8.) turnten einen guten Wettkampf. Sie zeigten vier weitgehend fehlerfreie Übungen, wobei die schwierigsten Elemente nicht gezeigt wurden. «Es war toll, hier in der Schweiz zu kämpfen, neben den Grossen der Grossen», schätzt Nils Haller. Die Klasse der Elite war ab dem ersten Durchgang sichtbar. Fabian Hambüchen seinerseits wurde seiner Favoritenrolle bis zum letzten Gerät (Reck) gerecht. Ein Sturz kostete ihm aber letztlich den Sieg. Der Deutsche wurde Dritter, 0,05 Punkte hinter dem Rumänen Flavius Koczi. Den Sieg holte der Russe Nikita Ignatjew.

Informatikprobleme verhinderten die regelmässige Bekanntgabe der Resultate und prägten die Stimmung dieser 28. Ausgabe des Memorial Gander in Morges. Dies hinderte allerdings keineswegs die Begeisterung der jüngeren Zuschauer. Unmittelbar nach der Preisverleihung stürzten sie zu den Turnerinnen und Turnern, insbesondere zu den Schweizerinnen und Schweizern, um die wertvollen Autogrammen zu erhalten und mit den Stars für ein Bild zu posieren.

Kunstturnelite nochmals sehen
Eine zweite Möglichkeit, die meisten dieser Spitzenturner nochmals zu sehen bietet der Swiss Cup von Sonntag, 6. November im Hallenstadion Zürich. Einige Tickets stehen noch zur Verfügung (www.swiss-cup.ch).

Eine Zusammenfassung vom 28. Memorial Gander in Morges wird am Samstag, 5. November um 13.30 Uhr auf TSR2 übertragen (Änderungen vorbehalten).

Text:Corinne Gabioud

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