Giulia Steingruber startete gut in den Wettkampf. Ihren Tschussowitina (Überschlagsalto gestreckt) präsentierte sehr hoch und pflanzte ihn perfekt in den Stand, was ihr 15,600 Punkte einbrachte – ein Zehntel mehr als in der Qualifikation. Am zweiten Gerät, dem Stufenbarren, musste die Schweizerin einige kleine Unsauberkeiten hinnehmen: 13,900. Die Olympiasiegerin Gabrielle Douglas (USA) und die Chinesin Chunsong Sang schoben sich an Steingruber vorbei. Leider blieb Steingrubers Hoffnung, dieses Mal die Balkenübung ohne Sturz zu schaffen, unerfüllt: 13,333. Damit wurde sie vom vierten auf den sechsten Zwischenrang zurückgeworfen. Mit einer schön geturnten Bodenübung, 14,500 konnte sich die 21-Jährige noch einen Platz verbessern. Ein Total von 57,333 Punkte (Quali: 57,640) stand am Ende zu Buche. «Die Freude über den fünften Platz überwiegt. Klar, fuchst mich der Sturz am Balken ein Bisschen, aber aufs Podest hätte es eh nicht gereicht.», zeigt sich die Steingruber zufrieden mit ihrer Leistung. Bisher war der siebte Platz an der WM in Antwerpen 2013 ihr bestes Ergebnis gewesen. Ausserdem gäben die guten Noten am Sprung und am Boden Mut und Selbstvertrauen für die Gerätefinals vom Samstag und Sonntag.
Am Freitag, 30. Oktober 2015 dürfen aber zuerst nochmal Christian Baumann und Pablo Brägger im Mehrkampffinal der Männer ran.
Text: Alexandra Herzog
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Kunstturnen: Giulia Steingruber turnt sich in die «Top 5» der Welt
Im Mehrkampf-Final der Frauen vom Donnerstag, 29. Oktober 2015 an der WM Kunstturnen in Glasgow zeigt Giulia Steingruber einmal mehr eine beeindruckende Leistung, womit sie sich in die «Top 5» der Welt turnt. Für eine Medaille reichte es der Schweizerin nicht, da Turnerinnen wie Gabrielle Douglas (USA) und Larissa Iordache (Rum), die in der Qualifikation noch Fehler verzeichnet hatten, im Final ihr Potential abrufen konnten. Den Weltmeister-Titel holte sich zum dritten Mal hintereinander Simone Biles (USA).