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Kunstturnen: Frauen-Team auf Rang 16, drei Finals für Steingruber

ahv/tg

Das Schweizer Frauen-Team turnt sich am Samstag, 24. Oktober 2015, dem zweiten Tag der Qualifikationswettkämpfe, an den Weltmeisterschaften in Glasgow (Scho), auf den 16. Platz (213,494) und qualifiziert sich damit für den vorolympischen Testevent. Gewonnen wurde die Team-Quali von der USA mit 236,611 Punkten vor Russland (231,437) und Grossbritannien (227,162). Nicht überraschend entschied die zweifache Weltmeisterin Simone Biles (USA) die Mehrkampf-Qualifikation für sich. Giulia Steingruber turnt an der WM-Qualifikation in Glasgow einmal mehr mitten in die Weltelite. Sie belegt im Mehrkampf hinter Biles den zweiten Rang, obwohl sie am Balken vom Gerät musste. Zudem qualifiziert sich die Gossauerin für die Finals am Sprung und am Boden.

Die Schweizerinnen mit Caterina Barloggio, Jessica Diacci, Nicole Hitz, Ilaria Käslin, Laura Schulte und Giulia Steingruber erwischten einen schlechten Start. Am Stufenbarren und am Balken verzeichneten je drei Turnerinnen einen Sturz. Sie zeigten aber Kampfgeist, denn ihre Bodenübungen brachten sie ohne grosse Patzer durch. Als letztes Gerät war der Sprung dran. Die Ungarinnen, die sich mit der Schweiz ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten, mussten noch am Boden ran. Nach langem Zittern bis zur letzten Note, stand schliesslich der 16. Rang fest. «Das Warten war schlimm. Ich begann zu rechnen wie verrückt», so Nicole Hitz. Eine Punktlandung, reicht das doch, um am Olympischen Test-Event von kommendem April teilnehmen zu dürfen. Dort werden die letzten vier Team-Tickets für die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro vergeben.

Überraschende Zweite hinter Biles
Eine herausragende Leistung lieferte einmal mehr Giulia Steingruber ab. Sie erturnt sich im Mehrkampf 57,640 Punkte und beendete damit die Mehrkampf-Quali auf dem zweiten Platz hinter der amtierenden Weltmeisterin Simone Biles (USA). «Damit hätte ich niemals gerechnet. Erst recht nicht, als ich am Balken gestürzt bin», sprudelte es aus der glücklichen Gossauerin heraus. Ihren Patzer am Barren machte sie am Sprung wieder wett – 15,500 Zähler gab es für den Tschussowitina. Mit ihrem zweiten Sprung katapultierte sie sich in dieser Disziplin in den Final. Und auch am Boden darf sie nochmals ran.

Am Sonntagmittag, ab 12.50 Uhr (Ortszeit) geht es mit der Qualifikation der Schweizer Männer weiter.

Text: Alexandra Herzog-Vetsch/Thomas Greutmann

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