An den 30. Europameisterschaften der Frauen, welche vom 12. bis 18. Mai in Sofia (Bul) stattfinden, schnupperten die Juniorinnen Gaia Nesurini (15), Thea Brogli (14), Giada Grisetti (14), Anja Schwarz (14)und Rebekka Schuster (14) gestern während des Podiumtrainings zum ersten Mal EM-Luft. Nicolas Gitteau, Cheftrainer Nachwuchs, ist sehr zufrieden mit dem Podiumstraining der Juniorinnen. «Die grösste Angewöhnung braucht man sicherlich am Boden und Sprung», sagte er. Viel Podiumserfahrung haben die Schweizer Athletinnen nicht. Die einzige Übungsmöglichkeit, sprich Premiere auf dem Podium anerbot sich im November 2013 am «Open Massilia» in Frankreich.
Die fünf Mädchen, welche seit Januar 2014 im ersten Juniorinnenjahr sind, haben grosse Fortschritte gemacht und zählen an der EM zum jüngsten Team überhaupt. Vor der Abreise nach Bulgarien trainierte das gesamte Team für zwei Wochen in Magglingen und stellte dort bestmöglich die EM-Wettkampf-Woche nach, um sich so optimal vorzubereiten. Ziel ist, sich unter die Top-10-Nationen zu turnen.
Es bleibt spannend – die Elite ist bereit
Wie auch an der Team-EM 2010 in Birmingham (Eng) und 2012 in Brüssel (Bel), startete heute in Sofia die Kunstturn-Elite im Podiumstraining wiederum am Balken! Cheftrainer Zoltan Jordanov zeigte sich mit den Leistungen zufrieden. Giulia Steingruber, Ilaria Käslin, Nadia Mülhauser, Stefanie Siegenthaler und Laura Schulte kommen wie folgt zum Einsatz:
Balken: Giulia Steingruber / Ilaria Käslin / Stefanie Siegenthaler
Boden: Giulia Steingruber / Ilaria Käslin /Laura Schulte
Sprung: Giulia Steingruber / Ilaria Käslin / Laura Schulte
Stufenbarren: Giulia Steingruber / Ilaria Käslin / Nadia Mülhauser
Bei den Seniorinnen gibt es im Gegensatz zu den Juniorinnen kein Streichresultat. Es dürfen pro Gerät nur drei Turnerinnen eingesetzt werden – Modus 5-3-3. Die definierte Zielsetzung des STV für die Mannschaft lautet, mindestens Rang 8 zu erreichen. Zu den Team-Rivalen der Schweizerinnen zählen unter anderem Holland, Belgien, Spanien, Frankreich und Deutschland, aber auch Polen kann eine Überraschung sein.
Text: Chantal Weinmann