Mit dem dritten Platz in der Qualifikation durften sich die Schweizer Turner zurecht Hoffnungen auf einen EM-Podestplatz machen. Doch es war allen bewusst, dass das kein Kinderspiel werden würde, denn die Ukraine, Frankreich und Deutschland hatten auch noch ein Wörtchen mitzureden.
Zusammen mit dem Team aus der Ukraine begannen die Schweizer ihren Wettkampf am Pauschenpferd. Der Auftakt gelang optimal. Weiter ging es an den Ringen und am Sprung. Bei letzterem kam bei der Schweiz einen Sturz in die Wertung. Die Konsequenz: Rang 6 auf der Zwischenrangliste nach drei von sechs Geräten. Am Barren turnten die Rotweissen gross auf, während den Ukrainern nicht alles gelang. Deutschland verzeichnete am Reck Stürze, womit es nicht mehr im Kampf um die Medaillen mitmischen konnte. Die Schweiz schob sich auf Rang 3 vor die Ukraine. Beide Länderteams konnten am Königsgerät Reck keine volle Leistung abrufen. Etwas mehr als drei Punkte Vorsprung nahm die Schweiz ans letzte Gerät mit, was eigentlich reichen sollte. Und das tat es, die Schweizer Turner zeigten drei einwandfreie Bodenübungen und holten sich am Ende mit mehr als fünf Punkten Abstand die Bronzemedaille vor der Ukraine! Die 3200 Zuschauer/-innen in der Halle feierten mit Stehenden Ovationen die Schweizer Mannschaft.
«Unglaublich schön», fand ein Cheftrainer Beni Fluck kaum Worte.» «Wir freuen uns riesig. Es ist sensationell», tönte es von Captain Pablo Brägger. Mehr braucht man eigentlich auch nicht zu sagen. Lange Zeit, um den Erfolg zu feiern, haben die Turner nicht.
Stehen doch drei von ihnen am Sonntagvormittag, 29. Mai 2016 in den Gerätefinals.
Text: Alexandra Herzog
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Kunstturnen: Das Schweizer Team gewinnt sensationell EM-Bronze
Es ist geschafft – die Schweiz gewinnt am Samstag, 28. Mai 2016 an den Heim-Europameisterschaften Kunstturnen in Bern die Bronze-Medaille mit der Mannschaft. Damit schreiben Christian Baumann, Pablo Brägger, Benjamin Gischard, Oliver Hegi und Eddy Yusof Schweizer Turngeschichte. Denn, es ist die erste Team-Medaille an kontinentalen Meisterschaften bis zur heutigen Zeit. Russland verteidigt seinen EM-Titel, Grossbritannien holt Silber.