Claudio Capelli zeigte heute eine gute Barrenübung und freut sich über den dritten Rang. «Noch mehr freue ich mich über meine Reckübung. Noch nie bekam ich eine so hohe Wertung am Reck», strahlt der zufriedene Berner. An den Weltmeisterschaften im Oktober 2011 in Tokio präsentierte Claudio Capelli zum ersten Mal seine erschwerte Reckübung (D-Score 6,3). Das Feilen an der Ausführung hat sich gelohnt, wie die hohe Wertung in Doha zeigt. Sieger, des hochstehenden Reckfinals, wurde kein geringerer als der amtierenden Olympiasieger und Weltmeister an diesem Gerät der Chinesen Zou Kai. Der undankbare vierte Rang ärgert den Berner daher nicht. Das erfolgreiche Abschneiden an diesem Challenge Cup gibt Claudio Capelli hinsichtlich den kommenden Europameisterschaften vom 23.-27. Mai 2012 in Montpellier (Fra) und der damit verbunden möglichen Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 Zuversicht: «Ich hoffe, dass ich diesen Schwung für die kommenden Wettkämpfe mitnehmen kann», äussert sich Claudio Capelli.
Auch der 19-jährige Pablo Brägger zeigte am zweiten Finaltag in Doha eine Klasseleistung. Im Barrenfinale konnte er sich gegenüber der Qualifikation um einen Rang steigern und wurde ausgezeichneter Fünfter.
Nach dem ersten Rang am Sprung und dem siebten am Stufenbarren stand Giulia Steingruber heute im Balkenfinale. Auch wenn ihr heute der Durchschlagsprung mit halber Drehung nicht angerechnet wurde konnte sie sich gegenüber der Qualifikation rangmässig steigern und wurde Fünfte. «Diesen Challenge Cup werde ich sicher noch lange in Erinnerung behalten, nicht nur sportlich. Die Kultur, die Menschen sind anders. Es ist spannend und beeindruckend. Die Wärme habe ich auch genossen!» erzählt Giulia Steingruber.
Renate Ried