Die Schweizer Kunstturner verbinden sehr gute Erinnerungen mit der Stadt Glasgow. Das Männerteam belegte im vergangenen Oktober an den Weltmeisterschaften in der schottischen Metropole den sechsten Teamrang. Damit konnte es sich zum ersten Mal seit 24 Jahren als Mannschaft für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro qualifizieren.
Ein gutes Omen also für Christian Baumann, welcher die Schweizer Farben am Weltcup in Glasgow vertrat. Baumann startete gut in den Wettkampf und konnte lange Zeit mit der Spitzengruppe um die britischen Lokalmatadoren Max Whitlock und Daniel Purvis mithalten. Nach fünf Geräten lag der Turner vom TV Lenzburg auf dem vierten Zwischenrang und durfte sich Hoffnungen auf einen Podestplatz machen. Am Schlussgerät versuchte sich Baumann an einer Höchstschwierigkeit. Er zeigte den «Kolman», einen Doppelsalto rückwärts mit integrierter Schraube zum Wiedergreifen der Reckstange. Das Risiko wurde jedoch nicht belohnt: Er verpasste nach dem Flugelement die Reckstange und musste das Gerät verlassen. Auch der Abgang gelang nicht wunschgemäss. So resultierte für Christian Baumann mit 84,032 Punkten der siebte Rang im Schlussklassement.
Text: Thomas Greutmann
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Kunstturnen: Baumann wird Siebter in Glasgow
Christian Baumann erringt am Weltcup in Glasgow (GBR) den siebten Rang. Zwei Fehler am Schlussgerät Reck verhindern einen möglichen Podestplatz.