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Kunstturnen: Ausgezeichneter vierter Team-Rang und sechs Finalplätze für die Junioren (aktual.)

Chantal Weinmann

Überaus erfolgreich startete das Schweizer Junioren Quintett ihren ersten, offiziellen EM-Tag in Sofia (Bul). Das Team verpasste zwar um 0,208 Punkte knapp die Bronzemedaille, darf sich aber mit dem ausgezeichneten vierten Rang sehr zufriedengeben. Gold ging nach Grossbritannien, Silber nach Russland und Bronze an Frankreich.

Weiter qualifizierten sich Sascha Coradi (6.) und Adrian Pfiffner (14.) für den Mehrkampf-Final vom kommenden Freitag. Silas Kipfer (5.) und Sascha Coradi (6.) erreichten den Bodenfinal der besten Acht. Einen weiteren Finalplatz gibt es für Adrian Pfiffner (7.) und Sascha Coradi (8.) am Reck. Marco Pfyl hat Pech und verpasst infolge der Nationenregel (maximal zwei Turner pro Nation) den Mehrkampf- sowie Bodenfinal.

Zum Wettkampf
Marco Pfyl (17) eröffnete den Wettkampf am Barren und zeigte eine schöne Übung mit einem gelungenen Abgang - Doppelsalto gehockt. Auch Adrian Pfiffner (18) startete gut in den Durchgang und turnte sauber durch. Trotz des guten Auftakts kommt sein Resultat nicht in die Teamwertung.  Das zweitbeste Schweizer Resultat am Barren – nach Pfyl – bekam Andreas Gribi (16). Gefolgt von Sascha Coradi (18), der mit etwas Mühe bei der Stützkehre und einer weniger schönen Ausführung (E-Wert) als seine Teamkollegen, zum Schluss aber einen sicheren Abgang zeigte.

Weiter ging es dann zum Reck, wo alle vier Starter mehr oder weniger  fliessend durchturnten. Beim Adler musste Kipfer leicht die Knie beugen. Coradi erhielt auch an diesem Gerät die tiefste E-Wertung (Ausführung), zeigte jedoch wie am Barren eine Übung mit dem höchsten Schweizer Schwierigkeitswert (5,1). Nicht in die Wertung kam Silas Kipfers Note.

Am Boden brillierten alle Schweizer Junioren Schlag auf Schlag! Nennenswert ist die himmelhoch gezeigte Bestleistung von Silas Kipfer. Der Tsukahara und die zweieinhalb Schrauben in den Salto mit ganzer Drehung waren spektakulär. Eine sensationelle Übung von A-Z. Mit einem E-Wert von 9,266 (Tageshöchst-Wert) belegte er nach dem dritten Gerät am Boden Rang 1. Zum Schluss, nach dem Wettkampf, folgten auf  Kipfer (5.) Coradi (6.) und Pfyl (7.).

Das Pauschenpferd schien unseren Athleten heute nicht speziell gut in den Händen zu liegen – zumindest mit den Noten – oder lag es doch eher an der tieferen Wertung? An den Ringen lief es dann weiter gut für das Schweizer Team. Sie belegten mit 41,165 Punkten hinter den Russen (42,566), Grossbritannien (42,366) und Israel (41,233 Punkte) den guten vierten Rang an diesem Gerät. Im letzten Durchgang, am Sprung, zeigte Pfiffner den Kasamatsu zum gelungen Stand. Silas  Kipfer turnte denselben Sprung mit einer Schraube mehr und freute sich zu Recht über die tolle Landung. Marco Pfyl stürzte und fasste mit beiden Händen zum Boden, was Abzüge in der E-Wertung gab. Ebenso musste er bei der Landung 0,300 Strafpunkte in Kauf nehmen.

Mit dem heutigen Tag haben die Schweizer Junioren ihr Mannschaftsziel, in die Top-5-Ränge zu gelangen, weit übertroffen. Trotz der Enttäuschung so knapp an der Bronzemedaille vorbei geturnt zu haben, leisteten sie grossartiges.

Text: Chantal Weinmann

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