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Kunstturnen: Ariella Kaeslin siegt beim Memorial Gander in Morges

Die Schweizerin Ariella Kaeslin zeigte sich bei ihrem ersten Auftritt im eigenen Land nach dem Gewinn der WM-Silbermedaille von ihrer besten Seite und gewann die 26. Ausgabe des Memorial Gander in Morges. Bei den Männern setzte sich der zweifache Weltmeister Marian Dragulescu aus Rumänien durch. Niki Böschenstein und Claude-Alain Porchet beendeten den Wettkampf auf einem Mittelfeldplatz.

«Aufgrund der Müdigkeit zog ich es vor, einen leichteren Sprung zu zeigen. Ich werde aber am Sonntag beim Swiss Cup in Zürich wieder umstellen», so die erfolgreichste Schweizer Kunstturnerin Ariella Kaeslin nach ihrem Wettkampf in Morges fast entschuldigend. Zehn Tage nach dem Grosserfolg an der WM in London reichte aber auch der «Zweitklasse-Sprung» zum Sieg. Dies nicht zuletzt dank einem stabilen Wettkampf ohne grosse Fehler an den übrigen beiden Geräten (Modus Memorial Gander: Auswahl drei Geräte). Auf dem Balken konnte Ariella Kaeslin so unter anderem mit der Mehrkampf-Europameisterin Xenia Semenowa (Rus) mithalten. Die Schweizerin gewann schliesslich knapp einen halben Punkt vor der Rumänin Diana Chelaru, die sich ihrerseits mit ihrer Bodenübung den Gander-Spezialpreis sicherte.

Guter Wettkampf der Schweizer Männer

Im Wettkampf der Männer hielten die beiden Schweizer Niki Böschenstein und Claude-Alain Porchet mit den Besten mit und klassierten sich im Mittelfeld (6. und 7. Rang). Ganz an der Spitze lagen bekannte Grössen wie Marian Dragulescu (Rum, Weltmeister 2009 beim Bodenturnen und beim Sprung), Jordan Iovtchev (Bul) und Sergej Chorochordin (Rus). Beim Sprung berührte Niki Böschenstein den Boden mit dem Gesäss, bevor er sich auffangen konnte. Claude-Alain Porchet missglückte der Absprung: «Seit mehr als einem Monat trainierte ich keine Sprünge mehr. Es fehlt an Technik und Vertrauen», so der Genfer, der sich glücklich schätzte, sich vor «seinem» Publikum in der Westschweiz zeigen zu dürfen. Auch am Boden turnte er nicht perfekt, was ihn erneut einige Zehntelpunkte kostete. Am Reck und an den Ringen zeigte Porchet eine gute Leistung, wenn auch die Höchstschwierigkeiten fehlten. Wie Niki Böschenstein verzichtete auch der Romand auf einen Auftritt am Pferd. Der Aargauer liess zudem die Bodenübung aus.

Nächster Höhepunkt am Sonntag

Eine nächste Gelegenheit für die Schweizer Kunstturnfans, die Eliteathletinnen und -athleten in Aktion mitzuerleben, bietet sich am Sonntag im Rahmen des Swiss Cup im Hallenstadion Zürich (www.swiss-cup). Tickets sind noch in fast allen Kategorien verfügbar.

Corinne Gabioud, GYMlive/br

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