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Kunstturnen: Ariella Kaeslin gewann in Bad Nauheim

Beim Dreiländerkampf in Bad Nauheim (De) wurden die beiden Schweizer Riegen jeweils Zweite hinter Deutschland und vor Weissrussland. Eine Spitzenleistung gelang Ariella Kaeslin mit einem übelegenen Sieg in der Einzelwertung.

Für Ariella Kaeslin, die mit 58,50 Punkten ein neues persönliches Bestresultat erzielte, war es nach dem Länderkampf gegen Tschechien und den Schweizer Meisterschaften (Mannschaften und Einzel) der vierte aufeinanderfolgende Sieg in einer Einzelwertung. Trotz eines Sturzes vom Balken erreichte sie an diesem Gerät mit 15,00 ein international bemerkenswertes Spitzenresultat. Den Vierkampf gewann sie mit 2,50 Punkten Vorsprung! Für die WM in drei Wochen ist die Luzernerin gerüstet. „In Aarhus kann sie 59 Punkte turnen“, glaubt Nationaltrainer Eric Demay.

Die Schweizerinnen, ohne Danielle Englert (Schonung nach Fussoperation) und Linda Stämpfli (Entzündung Muskelansatz im Oberschenkel), dafür wieder mit Melanie Marti auf dem Balken und am Stufenbarren, führten vor dem letzten Durchgang noch. Sechs Stürze vom Balken waren gegenüber den zum Abschluss am Stufenbarren gut turnenden Deutschen zu viel, sodass die Mannschaftswertung mit 0,95 Punkten Differenz verloren ging. Am Stufenbarren und am Boden erzielten die Schweizerinnen das höchste Total. Mit Margaux Voillat (Stufenbarren) und Yasmin Zimmermann (Sprung und Boden) turnten zwei Juniorinnen erstmals im A-Team. Mit 53,15 Punkte erzielte Carina Fürst ihr bisher bestes Vierkampftotal.

Die Schweizer Männer traten nur mit fünf Turnern an. Niki Böschenstein (Schule und Handgelenkschmerzen) und Andreas Schweizer (Schulterprobleme) reisten gar nicht mit. Flavio Fanconi musste nach einer Rückenblockierung beim Einturnen passen. Am Pauschenpferd – ohne Streichnote – gab es den einzigen Sturz bei einer Schweizer Übung (Mark Ramseier).

Die Deutschen – mit ihrer WM-Riege am Start – erzielten in allen sechs Disziplinen das höchste Total. Sonderklasse war Einzelsieger Fabian Hambüchen (91,50 Punkte), der in dieser Form trotz Schwächen am Pferd zu den WM-Favoriten zu zählen ist.

Trotz des Rückstandes von 6,80 Punkten auf die Deutschen war der Schweizer Nationaltrainer Sandor Kiraly zufrieden mit den Leistungen seiner Turner: „Es gab zwar einige Fehler, so bei Claudio Capelli an den Ringen und bei Roger Sager am Boden. Aber der Fahrplan für die WM in drei Wochen stimmt.“

Weissrussland, Anfang Mai EM-Dritter, trat ohne den mehrfachen Weltmeister Iwan Iwankow und Dzanis Sawenkow an und enttäuschten.

Erwin Hänggi, Medienverantwortlicher Kunstturnen STV

Bad Nauheim. Dreiländerkampf. Männer 1. Deutschland 362,65 (Boden 58,85, Pferd 59,05, Ringe 59,35, Sprung 62,90, Barren 60,70, Reck 61,80). 2. Schweiz 355,85 (57,75, 57,60, 57,70, 62,85, 59,40, 60,55). 3. Weissrussland 346,25. – Einzel: 1. Fabian Hambüchen (De) 91,50. 2. Eugen Spiridonow (De) 89,55. 3. Philipp Boy (De) 88,85. 4. Danny Groves (Sz) 88,45. 5. Mark Ramseier (Sz) 88,10. 6. Claudio Capelli (Sz) 88,05. 7. Roger Sager 87,70.

Frauen: 1. Deutschland 218,35. 2. Schweiz 217,40. 3. Weissrussland 207,50. – Einzel: 1. Ariella Kaeslin (Sz) 58,50 (Sprung 14,30, Stufenbarren 14,70, Balken 15,00, Boden 14,50). 

>> Ausführliche Rangliste folgt.

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