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Kunstturnen: 41. Weltmeisterschaften, London (Gb), 13.-18. Oktober 2009

Das Schweizerteam ist auf Kurs!

London: Sowohl Nationaltrainer Bernhard Fluck (Männer) wie auch Zoltan Jordanov (Frauen) sind sehr zufrieden mit den WM-Vorbereitungen in London.

„Auch wenn die Turner diese Woche nicht ganz üblichen Trainingsleistungen zeigen konnten, haben sich alle ans Umfeld und die ungewohnte Atmosphäre angewöhnen können“ so Bernhard Fluck. „Die Schweizer sind physisch wie psychisch bereit!“

Roman Gisi (NKL, TV Seltisberg) will die Plattform in London nutzen um auf sich aufmerksam zu machen. Roman Gisi ist ein ausgesprochener Mehrkämpfer und ist daher ein wichtiger Pfeiler hinsichtlich des langfristigen Zieles Qualifikation der Mannschaft für die Olympischen Spiele 2012 in London. Diese Weltmeisterschaften finden in derselben Halle – der berühmten Eventhalle O2-Arena - statt, wie auch die OS 2012. Diese Halle fasst 12'000 Zuschauer eine wirklich beeindruckende Arena! Gigantisch!

Claudio Capelli (BTV Bern) ist in Form. Wenn es ihm am Dienstag in der Qualifikation gelingt, eine perfekte Barrenübung zu zeigen, sind die Chancen auf einen Platz im Barrenfinale da. Um dieses Ziel zu erreichen, hat er seine Barrenübung zusätzlich erschwert und ein neues Teil gelernt und erfolgreich in die Übung integriert: Neu zeigt er einen „Morisue“ – einen Doppelsalto im Barren in den Oberarmhang. Doch zu beachten gilt auch, dass die direkte Konkurrenz am Barren sehr hoch ist. Neben dem Barren wird Claudio Capelli auch am Pferd, am Reck und an den Ringen turnen.

Claude-Alain Porchet (Gym Mandement Genève) hat im Podiumstraining am Boden überzeugt. Er wirkte sehr dynamisch: „Auch wenn ich es nicht gewohnt bin, auf einem harten Boden zu turnen, liebe ich diese Unterlage. Wenn ich genügend schnell bin, genügend Aggressivität aufbauen kann und mir die Landungen gelingen, dann werde ich ein Top-Übung abliefern!“ so der selbstbewusste Genfer. Aufgrund einer leichten Schmerzproblematik in der Hüfte verzichtet Claude-Alain Porchet auf den Start am Sprung und konzentriert sich zu 100% auf das Bodenturnen.

Der fünffache Schweizer Meister Niki Böschenstein ( STV Neuenhof) gilt als wettkampfstarker Turner, der am Tag x über sich hinauswachsen kann. Sein Ziel, einen Platz im Mehrkampf unter den ersten 16. sollte er mit einem fehlerfreien Wettkampf erreichen. Unter den strengen Augen von Bernhard Fluck und den beiden Schweizer Kampfrichter Andreas Strupler und Mario Caccivio hat er sich im Podiumstraining vom Sonntag noch den letzten Schliff geholt.

„The girls are ready, as much as they can!” ist auch Zoltan Jordanov überzeugt. Die Erwartungen an die drei Turnerinnen sind sehr unterschiedlich.

Ariella Kaeslin (BTV Luzern) ist klar die Teamleaderin. Auch wenn alle immer schon vom Samstag (Sprungfinal-Tag) sprechen ist der Tag x für Ariella der Mittwoch! Erst wenn die Qualifikation sowohl für den Mehrkampf, wie auch für das Sprungfinale geschafft ist, kann es losgehen: Zoltan Jordanov hat volles Vertrauen in Ariella Kaeslins mentale Stärke, wobei der Erwartungsdruck von Tag zu Tag grösser wird. „The finales are the cherries on the cake!“ ein lachender Jordanov: „ und von diesen süssen Früchten wollen wir kosten!“

Lucia Tacchelli (SFG Giubiasco) beeindruckte im Training diverse ausländische Trainer mit ihrer Stufenbarrenübung. Für Zoltan Jordanov gehört Lucia Tacchelli klar zu den besten zwanzig Turnerinnen der Welt an diesem Gerät. Die Leistungsdichte an diesem Gerät ist so eng, dass immer alles offen ist. „Sooner or later“ werde sie eine Medaille gewinnen, wenn sie gesund bleibt. Die 17-jährige Tessinerin hat seit den Europameisterschaften im April ihre Übung noch einmal erschwert. Sie zeigt neu die schwere Verbindung Stalder - ganze Drehung direkt zu Stalder - Katschewgrätsche.

Für Jennifer Senn (Stein-Fricktal) sind es die ersten Weltmeisterschaften. Die 16-jährige ist entsprechend nervös und hofft einfach, fehlerfrei durchzukommen. Die Ziele für Jennifer Senn sind auch klar darauf ausgelegt, Erfahrungen zu sammeln, ihre Routine zu erhöhen und die ganz spezielle Atmosphäre von Grossanlässen zu spüren. Der Mittwoch wird zweifelsohne ein grosser Tag für sie werden: Mit den besten der Welt gemessen zu werden, ist der bisherige Karrierehöhepunkt der Schweizer Nachwuchsturnerin.

Aus London Renate Ried, Medienchefin STV

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