Jack Günthard, als Aktiver 1952 Olympiasieger am Reck und mehrfacher Europameister, brachte als Trainer Italien an den Olympischen Spielen 1960 in Rom an die Weltspitze. Nach dem "Debakel" der Schweizer Kunstturner an den Olympischen Spielen 1964 in Tokio entschloss sich der damalige Eidg. Turnverein, Jack in die Schweiz zurückzuholen. Es wurde ein erstes Kader mit Turnern aus der ganzen Schweiz gebildet - die "Günthard-Boys" machten sich einen Namen in der Schweizer Sportszene. Sie trainierten - als Novum für einen Amateursport in der Schweiz - dreimal am Nachmittag, später wurde das Vollprofitum eingeführt. Günthard war der Wegbereiter für die Neuorganisation auch anderer Sportarten in der Schweiz.
Nach Magglingen eingeladen waren die Turner "der ersten Stunde" ab 1966, im Besonderen Mitglieder der Olympiateams von Mexiko 1968, München 1972 und Montreal 1976 sowie die besten Turner bis zum Ende der Nationaltrainer-Aera Günthard im Jahre 1979. Insgesamt 21 Turner waren dabei. Von den Olympiateams fehlten einzig Röbi Bretscher und Meinrad Berchtold.
Nach einem Mittagessen und einer Führung von Jack in "seiner" Jubiläumshalle kam es anschliessend zu einem gemütlichen Ausklang und "Erinnerungsaustausch" in einem Magglinger Restaurant. Organisiert wurde der Anlass von Peter Schmid.
Erwin Hänggi, Medienverantwortlicher Kunstturnen STV