Oliver Hegi startete an den Ringen gut in den Wettkampf. Musste jedoch bei den ersten Kraftelementen, die er nicht vorschriftsgemäss nach dem «Code de Pointage» hielt, sowie beim Abgang (grosser Ausfallschritt) ein paar Zehntel Abzug in Kauf nehmen. Beim Jurtschenko mit Doppelschraube am Sprung büsste er dann ebenso infolge eines grossen Schrittes Punkte ein. Bis der zweite Durchgang dann zu Ende war, hiess es geduldig sein und warten.
Am Barren turnte Hegi dann eine hervorragende Übung und erhielt die ausgezeichnete Note von 15,133 Punkten. Nicht so gut wie am Barren lief es dem Schafisheimer Turner am Reck. Kurz nach Beginn musste er beim Yamawaki mit halber Drehung das Reck verlassen. Aufgrund des Sturzes konnte er den Def (Rückwärtssalto mit Eineinhalbdrehungen) nicht mehr ausführen, womit Hegi zum Schluss nur mit einem D-Wert von 5,6 statt den gewohnten 6,5 (Qualifikation) bewertet wurde. Dieser Durchgang kostete ihn gute zwei Punkte.
Am vorletzten Gerät (Boden) turnte Oliver Hegi konzentriert und gefasst weiter. Zum Schluss, am Pauschenpferd, zerrten wohl die letzten Wettkampftage an den Kräften. Er turnte zwar eine schöne und solide Übung, führte jedoch den Abgang wiederrum nur als C-Element aus.
«Ganz zufrieden mit dem Wettkampf bin ich nicht, ich hätte mehr erreichen können», waren Hegis Worte nach dem Wettkampf. «Mit vier von den sechs Geräten bin ich zufrieden, am Reck und schlussendlich auch am Pauschenpferd kann ich mehr», so Hegi.
Text: Chantal Weinmann
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Kunstturnen: 18. Rang für Hegi im Mehrkampffinal
An den 45. Weltmeisterschaften in Nanning (China) erreichte der 21-jährige Oliver Hegi den guten 18. Rang im heutigen Mehrkampf-Final der besten 24. Gold ging an den japanischen Titelverteidiger Kohei Uchimura (Japan) der zum fünften Mal in Folge Weltmeister wurde. Zweiter wurde Max Whitlock aus Grossbritannien und die Bronzemedaille gewann Uchimuras Turnkollege Yusuke Tanaka.