Nach vier Halbfinal-Partien standen in der Korbball-Sparte die STV-Cupfinal-Paarungen 2012/13 fest. Bei den Männern Pieterlen gegen Altnau und bei den Turnerinnen Täuffelen I gegen Moosseedorf. Eines war vor den Finalbegegnungen bereits sicher: Den Titelträgern aus dem Vorjahr bot sich in Roggwil TG die Chance, ihren Status zu verteidigen. Tegerfelden, Wettingen (Frauen), Lotzwil und Zihlschlacht (Männer) blieben in den Halbfinals auf der Strecke. Sie verloren dort ihre Partien allesamt.
44 Korbtreffer
Die Finalspiele im Cup der Korbballer/-innen fanden, trotz hoch gehenden Emotionen auf dem Spielfeld und vor zahlreichen mit Kuhglocken bewaffneten Zuschauenden in der Halle, auf einem spannenden und fairen Niveau statt. Insgesamt entschieden am Bodensee 44 Körbe darüber, wie die Titelträger/-innen heissen. Im Männerfinal zog Altnau rasch mit drei Körben davon, bis die Seeländer aus Pieterlen erwachten und das Spiel einigermassen ausgleichen konnten. Nach der Pause kassierte Pieterlen einen (harten) Platzverweis und eine Fünfminuten-Strafe. Pieterlen schlug sich in Unterzahl achtsam, dies reichte aber nicht. Altnau setzte sich ab und verwaltete den Vorsprung bis zum Schlusspfiff. «Insgesamt lief es uns besser als vor einem Jahr. Unser Team ist in sich gewachsen. Das Finalspiel konnten wir dominieren, eventuell hatten wir heute auch das Glück des Tüchtigen auf unserer Seite. Ziel war die Titelverteidigung: Ziel erreicht», so Benjamin Vogel, der zufriedene Altnau-Kapitän.
Nicht ganz so athletisch wie bei den Männern ging es auf dem grossen Feld bei den Frauen zu und her – dafür spannender. Moosseedorf eröffnete den Final-Korbreigen. Das Spiel verlief in der Folge ausgeglichen. Sechseinhalb Minuten vor dem Ende lag Täuffelen mit drei Körben in Front. Moosseedorf kam noch einmal auf, es reichte aber nicht, die Zeit rannte davon. «Es lief uns während der ganze Cup-Phase gut. Die Spiele konnten wir alle klar gewinnen. Das war 2011/12 nicht so. Diese Tatsache machte uns stark und stärker. Die Freude ist jetzt natürlich gross, wir wollten hier und heute den Pokal», so Christa König, die Spielführerin in den grün-weissen Täuffelen-Farben.
Der Korbball-Sommer 2013
Die Verantwortlichen der beiden Cupsieger-Mannschaften äusserten sich auch bezüglich der unmittelbaren Korbball-Zukunft. Mit ihren Teams wollen sie in der Meisterschaft 2013 – Täuffelen holte 2012 Silber, Altnau verpasste das Podest (4.) knapp – um die Titel mitspielen und beide haben den Turnfestsieg am ETF 2013 am Bielersee auf ihrer Pendenzenliste ganz weit oben platziert. Die Cup-Goldmedaille wird da sicher motivierend wirken.
Text: Peter Friedli
RESULTATE
Halbfinals Frauen: Täuffelen I – Tegerfelden 14:9 (Halbzeit 9:4). Wettingen – Moosseedorf I 12:17 (6:9). -- Finalpaarung: Täuffelen I – Moosseedorf I. -- Halbfinals Männer: Lotzwil – Pieterlen 7:17 (4:7). Zihlschlacht – Altnau 14:18 (7:4). -- Finalpaarung: Pieterlen – Altnau.
Rangspiele, 3./4. Platz, Frauen: Tegerfelden – Wettingen 9:20 (4:10). -- Männer: Lotzwil – Zihlschlacht 20:21 (12:10).
Cupfinal, Frauen: Täuffelen I – Moosseedorf I 10:9 (4:4). -- Männer: Pieterlen – Altnau 11:14 (7:9). -- STV-Cup Korbball Halle 2012/13, Frauen: 1. Täuffelen I. 2. Moosseedorf I. 3. Wettingen. 4. Tegerfelden. -- Männer: 1. Altnau. 2. Pieterlen. 3. Zihlschlacht. 4. Lotzwil.
Die Infos zur Korbball-Cup-2012/13-Geschichte