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Korbball: STV-Cup Halle – Bernerinnen und Luzerner

Peter Friedli, GYMlive

Wohlhusen war am Samstag, 11. März 2017 Treffpunkt der STV-Korbballspieler/-innen, die sich im Hallen-Cup 2016/17 noch Titelhoffnungen machen durften. Nach acht Partien war der Fall klar: Die Cup-Titel gehen in die Kantone Luzern und Bern, Neuenkirch (Turner) und Täuffelen I (Turnerinnen) setzten sich in ihren Finalspielen durch. – Wie 2016.

Perfekte Halle, drei Spielfelder mit Körben ausgestattet, viele stimmungsvolle Korbball-Anhänger/-innen, runde Korbbälle, kompetente STV-Funktionäre und OK-Leute (STV Wolhusen), motivierte Schiedsrichter/-innen und acht Korbball-Mannschaften aus fünf STV-Kantonalturnverbänden (Täuffelen I, Dottikon Fi-Gö, Krauchthal, Zihlschlacht, Turnerinnen; – Madiswil I, Erschwil II, Neuenkirch und Altnau-Kreuzlingen, Turner), die an diesem März-Samstag nur eines wollten und dies mit aller Vehemenz: den Cup-Sieg 2016/17. Täuffelen I und Neuenkirch reisten als Titelverteidiger nach Wolhusen, dem Tor zum Entlebuch.

38 Cup-Spielsiege
Nach den Halbfinal-Partien standen die STV-Korbball-Cup-Finalpaarungen 2016/17 fest: Madiswil I gegen Neuenkirch (Turner, wie 2016) und Täuffelen I gegen Zihlschlacht (Turnerinnen). Neuenkirch bekam in Wolhusen die Chance, den Titel zu verteidigen. Täuffelen I strebte den achten Podestplatz in Serie an (insgesamt sechs Siege). Von den letzten 40 Cup-Partien gewannen die Täuffelen-Spielerinnen deren 38 (!), zweimal (2011, 2014) mussten sie sich im Cup-Final von Moosseedorf schlagen lassen.

Ausgeglichen – Vorteil Täuffelen I
Das Frauen-Finalduell Täuffelen I gegen Zihlschlacht gab es in der STV-Korbball-Hallencup-Geschichte (Start 1983/84) bisher noch nie. Die Thurgauerinnen waren sich vor dem Finalspiel bewusst, dass sie mit Täuffelen I auf ein Cup-Urgestein mit viel Erfahrung treffen und es für sie nicht einfach werden würde.

Täuffelen I, ETF-2013-Siegerinnen, aus dem Berner Seeland hatte Anspiel. Zihlschlacht aus dem Kanton Thurgau ging mit 1:0 in Führung. Es entwickelte sich in der Folge ein ausgeglichenes Finalduell. Mit einem 5:5 auf der Anzeigetafel ging es zum Pausentee. Die Bernerinnen hatten etwas mehr Ballbesitz und gingen nach dem Tee in Führung. Zehn Minuten vor Schluss stand es 10:8 für Täuffelen I. Zihlschlacht kam auf 10:10 Körbe heran. Die Schlussphase zeichnete sich durch viel Spannung aus. Rund eine Minute vor dem Ende schossen die Seeländerinnen das entscheidende 13:11 und verwalteten den Vorsprung bis zum Abpfiff.

Frauen-Stimmen …
«Es war eine ‹mega›-gute Begegnung. Beide Teams zogen ihr Spiel auf, dieses verlief ausgeglichen. Am Schluss passierten uns dann zu viele Fehler. Das darf uns gegen Gegnerinnen wie Täuffelen nicht passieren. Ich bin aber stolz auf meine Mannschaft», so Katja Keller (Kapitänin Zihlschlacht) in einem ersten Kurzfazit unmittelbar nach dem verlorenen Finalspiel.

«Unser Ziel im Cup ist immer das gleiche: Wir wollen den Final gewinnen und den Titel verteidigen. Wir sind immer die Gejagten der anderen. Mit dieser Position können wir gut leben. Heute traten wir als geeintes und kompaktes Team auf. Dies führte zum Cup-Titel», bilanziert die Täuffelen-Spielführerin Katja Bader mit viel Freude in ihren Augen den Erfolg. Vor 22 Jahren holten die Frauen aus dem Turnverband Bern Seeland erstmals Cup-Gold. In der Zwischenzeit haben sie dies acht Mal wiederholt und es soll noch nicht fertig sein.

Die Final-Kopie – eine gute Kopie
Die Männer-Finalpartie in Wolhusen war eine Neuauflage des Endspiels von 2015/16 – auch was den Final-Ausgang betrifft: Madiswil zog in der dynamischen, äusserst fairen Partie gegen Neuenkirch (wieder) den Kürzeren, die Luzerner schlugen die Berner, beides NL-A-Mannschaften, mit 28:21. Madiswil weist in seinem Palmarès drei Cup-Siege aus (1997/98, 1999/2000, 2002/03), Neuenkirch den Sieg 2015/16 und den allerersten in der Cup-Geschichte der Turner von 1992/93. «Ich spiele heute das letzte Mal auf diesem Niveau. Es wäre so schön gewesen, wenn wir hier den Titel geholt hätten», meinte ein nachdenklicher Marc Sommer, einer der erfahrensten und treffsichersten Madiswiler-Cracks.

Finalspiel-Details
Nach dem Anpfiff ging es los wie die Feuerwehr. Nach 20 Sekunden eröffnete Madiswil mit dem 1:0 den kommenden Korbreigen. Für Spieler und die zahlreichen Zuschauenden entwickelte sich ein Korbball-Cupfinal, wie Frau/Mann sich ihn wünscht: spannend, ausgeglichen, mit vielen Körben aus allen Spielsituationen, mit Finten, einfach mit allem was Korbball zu bieten hat. Dies boten Madiswil und Neuenkirch, mit leichten Vorteilen für die Luzerner. – Pausenstand: 11:9 für Neuenkirch, alles war offen. Die zweite Spielhälfte bot Treffsicherheit, schnelle Passstafetten und vor allem viel Fairness. Neuenkirch konnte auf 20:16 davonziehen. Madiswil machte alles richtig, es reichte einfach nicht ganz gegen die Titelverteidiger. Am Ende stand es 28:21 Körbe für die Luzerner. 49 Körbe in 40 Minuten, das ist es eben, was die Korbball-Fans sehen wollen und natürlich auch jubelnde Sieger: In Wolhusen war es, wie vor einem Jahr, Neuenkirch.

Männer-Stimmen …
«Mit dem Startsieg gegen Altnau-Kreuzlingen gelang ein optimaler Start in den Cup-Tag. Nachdem wir wussten, dass es im Final gegen Madiswil geht, war uns bewusst: Es wird nicht einfach. Die Berner sind stark. Mit einem konsequenten Spiel gegen vorne fanden wir die Mittel, um uns durchzusetzen. Mit fast 50 ‹Töpfen› boten wir auch den begeisterten Zuschauern etwas. Madis ist eine Top-Mannschaft, die den Sieg auch verdient hätte. Jetzt freuen wir uns darüber», bilanziert der grossgewachsene Neuenkirch-Kapitän Filipe Dos Santos das Finalspiel und den Cup-Sieg.

«Es ist jetzt gerade schon etwas deprimierend. Sie waren einfach besser. Wir waren gut eingestellt und immer dran, konnten unser Spiel aber nicht richtig aufziehen. Teilweise hatten wir Mühe mit den grossen Spielern, das verunsicherte», diktierte Thomas Geiser, Madiswiler Kapitän, dem STV-Chronisten in den Notizblock.

«Mit dem Korbball-Cup-2016/17-Verlauf sind wir zufrieden. Es war eine spannende Meisterschaft, mit attraktivem Korbball und diversen Überraschungen. Dass heute das unterklassige Krauchthal um den Finaleinzug spielte, durfte niemand erwarten. Die Beteiligung ist gegenüber dem letzten Jahr etwas höher, das bereitet Freude. Die Schiri-Leistungen beurteile ich als gut, Proteste hatten wir keine zu beurteilen. Das heutige Finalspiel zwischen Madiswil und Neuenkirch war eines der besten, das ich je gesehen habe. – Jetzt freuen wir uns auf den Cup 2017/18», meinte Peter Müller (Roggwil BE, Fachbereich Korbball, Hallen-Cup).

Text: Peter Friedli

Mehr Korbball auch im GYMlive 2/2017.


Gut zu wissen: Sonntag, 12. März 2017: SM Korbball Halle, Seniorinnen/Senioren in Wohlhusen, Spielbeginn: 9 Uhr. – Sonntag, 19. März 2017: Korbball Halle, U20-Aufstieg, Damen/Herren in Schaffhausen. – Spielbeginn: 8 Uhr.

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