Die fünfte, respektive die zweitletzte Runde der nationalen Korbball-Meisterschaft 2016 gastierte in Madiswil, im Turnverband Bern Oberaargau-Emmental gelegen. «Eine Scheisshitze ist es heute hier, aber um Korbball zu spielen eigentlich optimal», meinte einer der verschwitzten Korbball-Protagonisten zu den STV-Medien. Die TV-Pieterlen-Turner reisten als Meisterschafts-«Leader» an und kehrten am Abend als solche wieder ins Berner Seeland zurück. Nach ihrem optimalen Rückrundenstart (3 Spiele/6 Zähler) in Erschwil, verlor Pieterlen das Spitzenspiel gegen Altnau-Kreuzlingen mit 8:12 Körben. Mit Siegen gegen Nunningen und Neuenkirch (LU) grüssen die Seeländer aber weiterhin von der NL-A-Ranglistenspitze.
Madiswil, der Rundenorganisator, arbeitete sich mit Siegen gegen Grindel und Zihlschlacht auf den Silberplatz vor. Diesen tauschten die Oberaargauer mit Altnau-Kreuzlingen, das die weiteren beiden Spiele nach dem Pieterlen-Sieg verlor und sich mit zwei Zählern zufrieden geben musste. Mit Erfolgen gegen Zihlschlacht, Madiswil und Neukirch-Roggwil, gelang den Zürcher Korbballern aus Bachs ein Sechspunktetag und damit die (rechnerisch) intakte Chance auf den Schweizer Meistertitel 2016 an der Schlussrunde in Brugg.
Nach der fünften Runde in Madiswil hat sich eine NL-A-Zweiklassengesellschaft gebildet: Die, die noch Meister werden können (Pieterlen, Madiswil, Altnau-Kreuzlingen, Bachs) und die, die das nicht mehr können, respektive, sich mit dem Abstieg beschäftigen müssen. Ein Blick auf die Spielpaarungen der Schlussrunde in Brugg veranlasst den Schreibenden zu folgender Vorhersage: «Pieterlen wird Schweizer Korbballmeister 2016». – Übrigens: Die rote Laterne leuchtet bei Neukirch-Roggwil extrem B-rot.
Die grosse Frage lautet: Wer steigt ab?
In der B-Klasse war es der Spieltag des STV Oberdorf-Rüttenen: drei Spiele, sechs Punkte, neuer NL-B-Tabellenführer vor der Schlussrunde. Die Solothurner zeigten in Madiswil den Gegnern aus Wikon, Bosswil und Büsingen, wo der Korb genau hängt: drei Siege. Nach dem Oberdorf-Rüttenen-Festival kann sich Menznau (zwei Siege) auf dem zweiten und, neu, Meltingen (ein Sieg, ein Unentschieden) auf dem dritten Zwischenrang behaupten. Es zeichnet sich ein umkämpftes Aufstiegsgerangel Richtung NLA ab. Die ersten vier NLB-Riegen weisen lediglich eine Vierpunkte-Differenz auf.
Mindestens so spannend wie die Aufstiegs- ist, hinsichtlich der kommenden Schlussrunde, die Abstiegsfrage. Die fünf Abstiegskandidaten weisen einen Punkt (!) Differenz auf. Wikon (13 Punkte), Bätterkinden, Büsingen, Neuhausen-Löhningen und Herblingen (je 12 Zähler) bilden das Zwischenranglisten-Ende: Wer steigt ab? – Gute, schwere Frage.
Schlussrunde 2016: Samstag, 3. September 2016 in Brugg (Stadion Au).
fri.