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Korbball: Berner Festspiele im Osten

Peter Friedli, GYMlive

Nur eine Woche nachdem der Sempach «Mätthu» und der Stucki «Chrigu» beim Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest in Burgdorf den Kanton Bern in eine kollektive Jubelstimmung versetzten, doppelten am Samstag, 7. September 2013 auf dem Sportplatz Rietzelg von Neukirch-Egnach die Berner Korbballer/-innen nach. Sie räumten bei der sechsten und letzten Meisterschaftsrunde gehörig ab. Aus Pieterlen (Herren) und Täuffelen (Damen) kommen die Meister-Mannschaften 2013.

Auf dem Bodensee zogen Segelboote verträumt und dem Wind gehorchend ihre Runden. Nur vier Kilometer südlich, in Neukirch-Egnach, hatte der örtliche Männerturnverein alles bestens angerichtet, so dass die letzten 60 Meisterschaftspartien der vereinigten NL-A/B-Korbballfraktion gespielt werden konnten. Die Meisterschaft 2013 startete im Mai und umfasste insgesamt 360 Spiele. Es wurde hart aber fair gespielt.

Als NL-A-Führender der Zwischenrangliste reiste der TV Pieterlen aus dem Berner Seeland an. Sie lagen vier Punkte vor dem TV Madiswil und sieben Zähler vor dem TV Erschwil-Büsserach. Mit zwei Siegen und einem Unentschieden behauptete sich Pieterlen klar. Die Madiswiler bekamen keine Chance, sich den Seeländern anzunähern, insbesondere, als dass die Oberaargau-Emmentaler das letzte Spiel gegen Kreuzlingen verloren.

«Wir konnten die ganze Saison ohne grossen Verletzungen und Probleme durchspielen. Die zweite und fünfte Runde, mit den Begegnungen gegen Erschwil-Büsserach, Altnau und Madiswil, waren die härtesten. Dies zeigen die Resultate. Fabio Fux weist in unseren Reihen eine optimale Trefferquote auf und Simon Fux, der Spielertrainer, versenkte die Penaltys konsequent. Er hat zudem die Mannschaft mental optimal aufgebaut und eingestellt. Grundsätzlich konnten wir aber als Kollektiv Akzente setzen. Nach Cup-Silber hinter Altnau und dem ETF-Sieg nun noch die Meisterschaft, das bereitet natürlich extrem Freude», äusserte sich Stefan Kaufmann (TVP-Coach) in der Ostschweiz.

Pieterlen (vor Madiswil) war auch Halbzeit-Meister. Es ist nicht der erste Meistertitel für die Seeländer. Genau vor 35 Jahren, 1978, ging dieser ebenfalls an Pieterlen – eine lange Zeit, darum wurde im Osten entsprechend gefeiert: «Meischter – Schwiizer Meischter, tra-la-la-la-la-la-la-la-laaa ...». Auf der Zielgerade schaffte es der STV Neuenkirch vom vierten Zwischenrang aufs Podest: Bronze.

In der NL B dominierten Bachs (Gold) und Bözberg (Silber). Die Zürcher und Aargauer steigen auf, sie spielen in der Saison 2014 in der höchsten nationalen Korbball-Klasse.

Dreierkombination für Täuffelen
2010 Moosseedorf, 2011 Täuffelen, 2012 Moosseedorf, das die Frauschaften, die sich in den letzten Jahren jeweils die SM-Titel holten. Dem Logik-Gesetz folgend, musste es 2013 wieder Täuffelen sein – die Logik funktionierte: Sieg und SM-Titel für die grün-weissen NL-A-Spielerinnen aus dem Berner Seeland. Sie reisten als Führende mit einem Zweipunkte-Polster, vor Moosseedorf und Deitingen, an den Bodensee. Weil das Führungs-Duo je zweimal siegte und einmal verlor, änderte sich an der SM-Reihenfolge nichts. Bachs steigerte sich am letzten Spieltag vom fünften auf den dritten Platz: Bronze für die Zürcherinnen.

«Wir sind top-motiviert in die Saison 2013 gestartet. Ziel waren Sechspunkte-Runden. Bereits am Start klappte es aber nicht, wir verloren gegen Deitingen. Die zweite Runde war dann in Ordnung, sechs Zähler. In der nächsten Runde konnten wir Moosseedorf schlagen und die NL-A-Spitze übernehmen. Das Sommertraining verlief nicht optimal. Prompt gab es, wieder gegen Deitingen, eine knappe Niederlage beim Start in die zweite Meisterschaftshälfte. Am fünften Spieltag stand unser Coach Robert Chodelka nicht an der Seitenlinie. Er gab uns aber viel Selbstvertrauen mit. Wir erspielten uns die sechs Punkte. Hier und heute lief es ausgezeichnet, wir sind Schweizer Meister. Dies ist auch für unsere mitgereisten Anhänger eine gute Sache», gab die Täuffelen-Spielerin Carole Baumann zu Protokoll.

Das 2013-SM-Gold glänzt für die Seeländerinnen ganz besonders, bildet es doch der Abschluss einer Trilogie, an der man einfach nur grosse Freude haben kann: Hallen-Cup-Sieg 2013, Turnfest-Sieg beim ETF 2013 in Biel/Bienne und jetzt auch noch der SM-Erfolg – mehr geht nicht. Einfach ein perfektes Korbballjahr für die sympathischen Spielerinnen aus Täuffelen. Hat Frau da noch Ziele? «Ja natürlich. Die Titelverteidigung, das haben wir noch nie geschafft», meinte Baumann. Insgesamt ist es in der Geschichte der Korbball-Meisterschaft das vierte SM-Gold, das an Täuffelen geht.

Wolfenschiessen (Gold) und Dottikon-Fi-Gö (Silber) dominierten die B-Meisterschaft. Die Spielerinnen aus dem Verband Luzern, Ob-/Nidwalden und dem Aargau, steigen auf und sind 2014 in der A-Klasse spielberechtigt.

Text: Peter Friedli


Alle Infos, Zahlen und Resultate zur Korbball-Saison 2013: www.stv-fsg.ch/sportarten/spiele/korbball/anlaessemeisterschaften/

 

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