Nach der erfolgten Rückstufung der Rhythmischen Gymnastik durch Swiss Olympic und damit verbundenen starken finanziellen Einbussen wurde die Sportart im Frühjahr grundsätzlich in Frage gestellt. Die Zweifel wurden mit einem klaren Ja zur RG aus dem Weg geräumt. Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Spitzensportchef Felix Stingelin legte nun die Strategien für die nächsten Jahre vor. Angepeilt wird in einem schrittweisen Aufbau die Olympiateilnahme 2016. Gestärkt wird die Sportart insbesondere im Nachwuchsbereich durch eine breitere und einheitliche Abstützung. Es werden ein einheitliches Wettkampfprogramm und ein einheitlicher Ausbildungsweg angestrebt. Im Zentrum steht weiterhin eine Olympiateilnahme mit einer Gruppe. Klar bestätigt wurde die Zusammenarbeit mit Cheftrainerin Heike Netzschwitz. Mit Gitti Kandlbinder, ehemalige Spitzensportchefin des Zürcher Turnverbandes, unterstützt eine erfahrene Persönlichkeit die nächsten Schritte als Projektleiterin.
Intensiv diskutiert wurde die Finanzlage des Schweizerischen Turnverbandes. Bei negativen Zahlen der laufenden Rechnung und einer schwierigen Gestaltung des Budgets 2010 – mit Verlusten von jeweils rund einer halben Million Franken – drängt sich das verbandspolitisch heikle Thema einer Erhöhung der Mitgliederbeiträge ab 2011 auf. Seit 1998 blieben diese Einnahmen unverändert. Will die beschlossene Verbandsplanung 2009 – 2013 umgesetzt werden, ist der STV trotz stetigen und intensiven Sparbemühungen auf Mehreinnahmen angewiesen. Die Vertreter/-innen der Kantonalverbände bestätigten einstimmig den Willen, eine mögliche Erhöhung mitzutragen und positiv zu kommunizieren, um Austritte aus finanziellen Gründen zu vermeiden. Ein Leistungsabbau ist nicht vorgesehen, wobei Optimierungen an vielen Orten möglich sind.
Bernhard Rentsch, Chef Marketing+Kommunikation