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Keine WM-Medaille für die Schweizer Faustballerinnen

Die Schweiz verlor an der Frauenfaustball-Weltmeisterschaft in Jona den kleinen Final 0:2. Die Österreicherinnen wirkten als Team kompakter. Im Schweizer Team kamen die Leistungsträgerinnen nicht auf die erhoffte Leistung, um wenigstens Bronze als Trostpflaster für den entgangenen Final zu sichern. Im Final benötigte Europameister Deutschland gegen Brasilien weniger als eine Stunde, um den dritten WM-Titel nach 1994 und 1998 zu erobern.

Die Formkurve der Schweizerinnen zeigte an der Weltmeisterschaft nur bis zum Abschluss der Gruppenspiele nach oben. Nach der vielversprechenden Leistung am Freitag gegen Österreich, der den Gruppensieg und damit den direkten Halbfinaleinzug eintrug, reichte der Elan am Samstag gegen Brasilien nur noch für einen Satzgewinn. Danach liessen im Angriff Sabine Kellers Kräfte nach. Irene Schönenberger, der zweiten Schweizer Topschlagfrau auf internationalem Spitzenniveau, gelang es nicht, das Schweizer Offensivmanko wett zu machen.

Derselbe Mangel offenbarte sich auch im Spiel gegen Österreich. Der Schweizer Angriffsdruck genügte nicht. Dazu gelang auch in der Abwehr und im Aufbau vieles nicht optimal. Daraus entwickelte sich auf  Schweizer Seite ein harziges Spiel, derweil sich die Österreicherinnen als Team immer besser fanden. Die zu wenig präzis geschlagenen Schweizer Bälle bauten die östlichen Nachbarinnen regelrecht auf. In der Mitte spielte Ilona Daschek eine ausgezeichnete Partie. 

Vorgabe zu wenig umgesetzt
Die österreichische Aufbauerin entpuppte sich als eigentlicher Knackpunkt für die Einheimischen. "Wir hatten unseren Angreiferinnen vorgegeben, auf Daschek zu schlagen, damit sie nicht zuspielen kann. Das wurde aber viel zu wenig umgesetzt", haderte Trainer Guido Dalle Vedove. "Villeicht war der Druck doch zu gross, dass wir nach der ernüchternden Halbfinalniederlage gegen Österreich unbedingt ein zweites Mal hätten gewinnen sollen", suchte der zweite Schweizer Trainer, Felix Frischknecht nach Gründen für die zweite Niederlage innert 20 Stunden.

Die Enttäuschung wog bei den Spielerinnen und Trainern wie auch beim Publikum schwer. Alle hatten sie vom Final geträumt, und zum Schluss entglit sogar ein Medaillengewinn. Damit erleidet der Schweizer Frauenfaustball einen empfindlichen Rückschlag. (wr)
 

4. Weltmeisterschaft im Frauenfaustball in Jona

Kreuzspiele: Österreich - Italien 2:0 (20:9, 20:8). Chile - Japan 2:0 (20:8, 20:16). Namibia - Brasilien 0:2 (10:20, 10:20). Argentinien - Japan 2:0 (20:5, 20:13). Argentinien - Chile 2:1 (18:20, 20:13, 20:15).

Halbfinal: Deutschland - Österreich 2:0 (20:14, 20:7). Schweiz - Brasilien 1:2 (20:18, 20:11, 20:11).

Spiel um Rang 7: Argentinien - Chile 2:1 (22:20, 18:20, 20:13).

Spiel um Rang 5: Namibia - Italien 2:0 (20:8, 20:15).

Spiel um Rang 3: Österreich - Schweiz 2:0 (20:15, 20:7).

Final: Deutschland - Brasilien 2:0 (20:5, 20:11).

Schlussrangliste: 1. Deutschland (Weltmeister). 2. Brasilien. 3. Österreich. 4. Schweiz. 5. Namibia. 6. Italien. 7. Argentinien. 8. Chile. 9. Japan.

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