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Jack Günthard ist 96-jährig verstorben

Jakob «Jack» Günthard, Reck-Olympiasieger 1952 in Helsinki und langjähriger Cheftrainer der Schweizer Nationalmannschaft im Kunstturnen, verstarb am Sonntag im Alter von 96 Jahren.

Jack Günthard gehörte in den 1950-er Jahren zur Weltelite im Kunstturnen. Zusammen mit Turnern wie Josef Stalder, Walter Lehmann und Hans Eugster bildete er eine schlagkräftige Schweizer Nationalmannschaft, die international an der Spitze mitturnte. Günthard wurde während seiner Aktivzeit zweifacher Europameister und gewann 1951 und 1955 das Eidgenössische Turnfest. Die Krönung seiner sportlichen Karriere bildete der Gewinn der Goldmedaille am Reck und der Silbermedaille mit der Mannschaft an den Olympischen Spielen 1952 in Helsinki. 

Nach seinem Rücktritt blieb Günthard dem Turnsport erhalten und startet sogleich seine Trainerlaufbahn. Zu Beginn wirkte Günthard erfolgreich als Nationaltrainer im benachbarten Italien, bevor er 1965 in das Amt des Schweizer Cheftrainers berufen wurde. Unter seiner Führung schaffte das  Schweizer Männerkunstturnen wieder den Anschluss an die international führenden Nationen und seine Turner wurden unter dem Namen «Günthard-Boys» landesweit bekannt. 

Der gelernte Schriftsetzer, der berufsbegleitend die Matura nachgeholt und an der ETH Zürich die Turn- und Sportlehrerausbildung absolviert hatte, war dank seiner Radio- und TV-Sendung auch über die Sportszene hinaus bekannt und beliebt. Als Vorturner der Nation animierte Günthard in «Fit mit Jack» die Schweizer Bevölkerung zu mehr Bewegung und Fitness.

Text: Thomas Greutmann

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