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Gymnastik: Drei Schweizer Meister in derselben Kategorie

Christoph Merki

So etwas hat es in der Geschichte der Schweizer Meisterschaften Gymnastik noch nie gegeben: Aufgrund gleicher Anzahl Rangpunkte im Finaldurchgang konnten in der Kategorie Gymnastik Einzel 2-teilig gleich drei Meistertitel vergeben werden. Jelena Vasijevic, Francine Kuenzi und Svetlana Ershova wurden im Finaldurchgang je einmal mit den Rangpunkten 1, 2, 3 bewertet. Somit hat auch die Klausel im Reglement keinen einzelnen Meister definieren können, nach welcher diejenige Turnerin mit der besseren Einzelkampfrichterwertung bevorzugt würde. Jedoch lagen die drei Turnerinnen schon in der Vorrunde insgesamt nur gerade 12 Hundertstel auseinander.

Klarer war die Entscheidung in der Gymnastik Einzel ohne Handgeräte Aktive. Hier holte sich Corinne Schnyder aus Mels ihren zweiten Meistertitel an diesem Wochenende. «Es ist der Hammer», meinte die sichtlich erschöpfte, aber überglückliche Schnyder nach der Rangverkündigung. Andrea Straub Werthmüller aus Löhningen konnte sich in derselben Kategorie vom dritten Platz in der Hauptrunde auf den zweiten Platz verbessern.

Als eine der anspruchsvollsten Kategorien galt sicherlich die Gymnastik zu Zweit 2-teilig. Diese lag klar in der Hand der Tessinerinnen. Während Elisa Baron und Maja Trivic durch perfekt abgestimmte Darbietungen glänzten und nach der Führung in der Vorrunde verdient Gold gewannen, konnten Sara Glutz und Samanta Martinoli ihre Teamkolleginnen vom FSG Locarno im Finaldurchgang noch auf den dritten Platz verweisen.

Auch wenn Gymnastik eher eine Frauendomäne ist, liess sich unter den über 200 Turnerinnen am Sonntag auch ein männlicher Teilnehmer ausmachen. Damien Bidlingmeyer, welcher mit seiner Schwester in der Gymnastik zu Zweit ohne Handgeräte startete, beeindruckte vor allem durch innovative Hebefiguren. Der ehemalige Kunstturner vermochte sich im Bereich Gymnastik im Vergleich zum letzten Jahr klar zu steigern. Das Geschwisterpaar von der FSG Rolle schaffte vom zweiten Rang in der Zwischenrangliste sogar den Sprung an die Spitze. Im Vergleich zur Zwischenrangliste hat sich in dieser Kategorie im Schlussklassement am meistern geändert. So ging die Silbermedaille an Carolina Castelletti und Giulia Negrini aus Chiasso, Bronze an Nicole Grimm und Stefanie Fink.

Auch die Kreuzlingerinnen durften sich ein weiteres Mal freuen. Die Speakerin konnte für die Gastgeberinnen in der Gymnastik zu Zweit ohne Handgeräte Jugend gleich einen Doppelsieg vermelden. Für die Siegerinnen Diana Jermann und Nadine Kügerl war dies sogar die zweite Goldmedaille an diesen Meisterschaften. Noch in der Vorrunde lagen Sara Uhlig und Julia Jermann auf dem ersten Platz, mussten sich schliesslich mit dem zweiten zufrieden geben. Dritte wurden Patricia Hobi und Simona Giodano, welche in der Zwischenrangliste jedoch nur gerade sechs Hundertstel hinter den späteren Siegerinnen lagen.

Christoph Merki

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