2006, vor zehn Jahren, fanden die Schweizer Meisterschaften, Einzel, in Cernier statt. Die damals 16 Jahre junge Noémie Théodoloz von Uvrier Sports erturnte sich in der K6-Klasse die Silbermedaille. Ein Jahr später, 2007 in Sion, startet Théodoloz als K7-Turnerin. Die Einheimische begeisterte schon damals das Publikum und gewann in ihrer Heimat SM-Bronze, zusammen mit Océane Evard. Die Walliserin verschwand dann etwas von der K7-Podest-Bildfläche. 2011 in Bellinzona tauchte sie wieder auf und holte Mehrkampf-Bronze. Dies wiederholte sie ein Jahr später in Baar. Es gingen dann wiederum vier Jahre ohne Théodoloz-Getu-Mehrkampferfolge ins STV-Land. Dafür folgten diverse Geräte-Einzeltitel.
Freudentränen – OK-Einsatz
Genau neun Jahre nach ihrem ersten K7-Medaillen-Erfolg in Sion, schlug die elegante Turnerin, die bei Swiss Volley (Koordinatorin Leistungssport) in Biel/Bienne arbeitet, wieder in Sion und wieder in der «Ecole Professionnelle Technique des Métiers de Sion» zu – und wie. Mit Noten zwischen 9,25 und 9,50 Punkten wurde sie mit 15 Hundertsteln Vorsprung auf Natascia Taverna (Vevey JP) erstmals Schweizer K7-Meisterin. Mit ihrem Erfolg versetzte Noémie Théodoloz das in der Halle anwesende Publikum in eine gemeinschaftliche Ekstase. Überall flossen ganz viele Freudentränen. Nicht zuletzt, weil Uvrier-Sports, der Stammverein von Théodolz, für die SM-Organisation 2016 zeichnet und die neue Schweizer Meisterin im OK für die Siegerehrungen verantwortlich ist.
«Wahnsinnig, einfach wahnsinnig. Ein Traum ging hier vor eigenem Publikum in Erfüllung. Ich hatte in der vergangenen Woche eher schlechte Träume. Irgendwie hatte ich immer die SM-Organisation im Hinterkopf. Das sportliche Ziel war ein Podestplatz. Nach meiner Leistung an der Mannschafts-SM in Kirchberg habe ich ausgerechnet, dass es, wenn alles optimal passt, reichen könnte. – Jetzt der SM-Titel: Wahnsinnig», so die neu, nach Worten ringende Getu-K7-Meisterin aus dem Wallis, die auch noch beim TV Orpund als Turnerin und Leiterin im Einsatz steht. Auf die Frage nach ihrer Getu-Zukunft meinte Théodoloz: «Ich habe entschieden, dass ich nach der SM entscheide.»
Gassmann – eine weitere Samstag-Siegerin
Am SM-Samstag fiel im Wallis auch die K6-Entscheidung. In der Nachwuchsklasse turnte sich Nadine Gassmann (ZH-Altstätten) mit Top-Noten beim Sprung (9,40) und am Reck (9,50), vor Livia Zgraggen (Getu Bürglen), auf den Spitzenplatz: K6-Gold. Im Rahmen der SM der Turnerinnen, fiel auch die Sie+Er-Entscheidung.
Noch nicht fertig …
Am Sonntag, 20. November 2016 geht es in Sion um die Kategoriensiege in der K-Damen- und K5-Klasse sowie um die Gerätetitel bei den Turnerinnen (Boden, Ring, Sprung, Reck) und den Turnern (Boden, Ring, Sprung, Barren, Reck). Los geht es um 8.30 Uhr (K5).
Text: Peter Friedli
Weitere SM-Infos: www.csagres2016.ch und im GYMlive 6/2016.