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Geräteturnen: Der Berner Bär ist (noch) nicht im Winterschlaf

Peter Friedli, GYMlive

Am zweiten SM-Getu-Tag der Turner in Solothurn vom Sonntag, 13. November 2016 holten sich die Geräteturner aus den Berner Turnverbänden im Mannschaftsturnen den Sieg zurück. Die Titelverteidiger vom Verband Luzern, Ob- und Nidwalden boten lange Widerstand – aber zu wenig.

Der Berner Bär ist definitiv noch nicht im Winterschlaf, im Gegenteil. An den Schweizer Meisterschaften im Geräteturnen (Getu) Turner, Mannschaften, hat er seine Krallen ausgefahren. Die Krallen haben alle Namen und zählen zu den stärksten nationalen Geräteturnern: Christoph Schärer (TV Orpund, K7-Bronze), Andreas Gasser (TV Belp, K7-Gold), Patrick Mumentaler (TV Thun Strättligen, K7-12.), David Hattenbruch (K7-14.) und Olivier Bur (TV Orpund, KH-Gold) tauschten am zweiten SM-Tag im CIS Sportcenter von Solothurn ihr Vereinstenü nicht gegen ein Bärenfell, nein, sie tauschten es gegen eine einheitliche Verbandsbekleidung und bildeten gemeinsam den starken Getu-«Bärnerbär».

Bären-Bedächtigkeit vorbei
Dieser startete beim Sprung (37,30, sechstbeste Leistung) bedächtig, nahm dann aber Fahrt auf. Die ersten drei Geräte (Barren, Reck, Boden) dominierten die Titelverteidiger aus dem Verband Luzern, Ob- und Nidwalden. Mit ihrem vierten Gerät, Boden, übernahmen die Berner die Führung. Vorbei war es mit der Bären-Bedächtigkeit. Die Angriffe aus der Zentralschweiz und dem Waadtland (SM-Bronze) wurden allesamt pariert und abgewehrt. Die Berner-Riege war mit drei Medaillengewinnern aus dem Einzelwettkampf (Andreas Gasser, Bur und Schärer) sehr stark besetzt und von der BE-Team-Leitung mit Mumenthaler und Haddenbruch noch optimal ergänzt worden.

Eine Motivationsspritze
Die Getu-Bären holten auf der Bodenbahn (39,00), den Schaukelringen (38,05) und dem Reck (38,55) die Tageshöchstpunktzahlen und zwischen den Barrenholmen (38,45) war es immer noch der zweithöchste Wert. Einzig beim Sprung, dem BE-Startgerät, war etwas von Winterschlaf spürbar (s. oben).

«Den Start haben wir verschlafen, das war nicht gut. Wir waren einfach nicht wach. Nach einer Motivationsspritze ging es kräftig aufwärts. Die Riege zeigte Charakter und viel Team-Geist. Auf die Reck- und Bodenleistung bin ich stolz. Unsere Ziele waren Silber mit Bern II und Gold mit Bern I. Beides konnten wir in Solothurn erreichen, einfach sensationell und klar erfüllt», zog Rolf Wenger (A-Team-Betreuer) Bilanz. Die vor einem Jahr in Willisau an Luzern, Ob- und Nidwalden verlorene Goldmedaille glänzt jetzt wieder am Hals des «Bärnerbären». – Übrigens: Die Berner Punktzahl von 191,35 Zählern ist genau gleich hoch wie vor einem Jahr.

Der starke Getu-Osten
In der B-Klasse trat Luzern, Ob- und Nidwalden II (2015-Gold) ebenfalls als Titelverteidiger an. Die Spielverderber für die Zentralschweizer kamen hier aus dem Osten, aus dem Turnverband St. Gallen. Die Nachwuchs-Geräteturner Pascal Landolt (TV St. Peterzell), Dominik Nadig (Getu Gams), Marco Landolt (TV St. Peterzell), Florian Müller (Getu Benken) und Elia Fluri (TSV Salto Wattwil) beeindruckten mit Höchstpunktzahlen an vier Geräten (Boden, Schaukelring, Sprung, Reck). Einzig beim Barrenturnen war Bern II vier Zehntel stärker. Für Gold (188,70 Punkte) reichte es St. Gallen aber immer noch.

«Der B-Sieg ist für uns einfach sensationell. Wir schnitten an dieser SM allgemein gut ab. Das Ziel der B-Mannschaft war der Sieg. Es klappte am Anfang nicht optimal. Wir konnten dann Boden gut machen und uns an die B-Spitze turnen. Vor dem Rangverlesen wussten wir die genaue Klassierung nicht. So wie es jetzt ist, ist es einfach sensationell», zog Rene Nadig (Kantonalbetreuer) Bilanz. Bern II holt Silber (wie 2015, 187,60) und Titelverteidiger Luzern, Ob- und Nidwalden Bronze (186,85).

Getu – es geht weiter …
An der SM-Geräteturngeschichte 2016 wird am kommenden Samstag/Sonntag, 19./20. November in Sion das letzte Kapitel geschrieben. Es geht um SM-Einzeltitel bei den Turnerinnen, den Sie+Er-Paaren und um neun Gerätetitel (Ti/Tu).

Text: Peter Friedli

Weitere SM-Infos: www.smgetu2016.ch und GYMlive 6/2016.

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