Andreas Schweizer (Wetzikon) bestritt nach seiner Fersenprellung den ersten kompletten Sechskampf und distanzierte Schweizer Meister Niki Böschenstein (19) um 0,15 Punkte. Vor der letzten Übung lag der spätere Sieger mit einem halben Punkt Vorsprung in Front. Die 9,10 des Aargauers am Reck reichten nicht für den Sieg (Schweizer 8,75 am Boden). Mit 9,50 erzielte Schweizer an den Ringen, seinem Spezialgerät, die Höchstnote des Wettkampfes. Christoph Schärer (24), der andere Schweizer Olympiaturner, gelang am Reck ebenfalls eine hervorragende Übung (9,45).
Die Glarnerin Melanie Marti ist im Hinblick auf Olympia in sieben Wochen ebenfalls auf dem richtigen Weg. Sie übertraf mit 36,452 ihre bisherige Bestleistung im Vierkampf klar und blieb auch deutlich über der Olympialimite (35,80). Als erste Schweizerin turnte sie eine Übung mit dem Ausgangswert 10: Die neue Übung mit sechs zusätzlichen Elementen (!) gelang bereits recht gut (9,30). Erwähnenswert, dass die Taxation internationales Format aufwies. Der Vorsprung auf die nächsten Turnerinnen Ariella Kaeslin (17, BTV Luzern) und Danielle Englert (18, Horgen), die beide grobe Fehler begingen, fiel mit 1,7 resp. 2,1 Punkten Vorsprung krass ausfiel.
Im Programm 5 der Frauen, der nationalen Klasse (16 Jahre und älter), musste sich die Bernerin Sarah Bill (19), Siegerin vor drei Jahren in Winterthur und hohe Favoritin, nach einer schwachen Leistung auf dem Balken (7,10) mit dem dritten Platz begnügen, so dass die beiden Zürcherinnen Bettina Künzli (20) aus Horgen und Alexandra Maag (16) aus Bülach einen Doppelsieg feiern konnten.
Bei den Junioren und Juniorinnen setzten sich meistens die Besten der Nachwuchsmeisterschaften vor zwei Wochen durch. Erwähnenswert ist der überlegene Sieg des Aargauers Davor Studer (16) im P5, der wohl bald in der höchsten Kategorie starten wird.
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