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Faustball: Vierter Schweizer Feldmeistertitel für Widnau

Beim erstmaligen „Final Five“-Wochenende der Nationalliga A eroberte Faustball Widnau den dritten Schweizer Feldmeistertitel in Serie. Im Final leistete allerdings der STV Oberentfelden mehr Gegenwehr als erwartet. Der TSV Jona schnappte dem bis anhin überraschenden Aufsteiger STV Schwellbrunn überraschend Bronze weg.

Nach einer Stunde und 50 Minuten atmete Joachim Bork tief durch. Widnaus Meistertrainer wusste wohl, dass seinem Team keine Galavorstellung gelungen war. „Das habe ich auch nicht erwartet. Zwei Monate nach dem Saisonhöhepunkt mit der Finalteilnahme im Europapokal und dem Europameistertitel haben wir heute bloss etwa 65 Prozent unseres Potentials abrufen können.“ Bei Oberentfelden hielten sich Freude über eine gute Leistung und Enttäuschung über die verpasste Chance die Waage. „Wir sind an uns selber gescheitert, weil wir zuviel wollten. Aber wir haben Widnau mehr als nur gekitzelt“, resümierte der Aargauer Trainer Reto Egolf.

Im ersten Satz überraschte Oberentfelden den Favoriten gleich doppelt. Im Angriff ergänzte der lange verletzte Oliver Hodel als Spielschläger Benjamin Kuhn, der lange wirkungsvoll servierte. Die im Halbfinal gegen Schwellbrunn noch flatternde Abwehr der Aargauer wirkte wesentlich kompakter und lancierte die beiden Angreifer. Diesem überraschenden druckvollen Spiel zeigte sich Widnau auch mental nicht gewachsen, wie die zehn Eigenfehler im ersten Satz unterstrichen. Oberentfelden benötigte aber sieben Satzbälle, bis das 23:21 feststand.

In den nächsten drei Sätzen bekam Widnau den aufmüpfigen Aussenseiter allmählich unter Kontrolle, wobei der zweite Durchgang trotz erhöhter Oberenfelder Fehlerquote das höchste Niveau erreichte. Bei den Aargauern schlichen sich auch im dritten und vierten Satz immer wieder ärgerliche Patzer ein. Stattdessen sorgte Widnaus Hauptangreifer Cyrill Schreiber in der Schlussphase nochmals für Spannung. Nach einer 18:15-Führung verhalf er Oberentfelden mit vier Bällen in Out zu einem Satzball. Doch ausgerechnet Europameister Dominik Gugerli setzte den folgenden Ball knapp neben die Seitenlinie.

Danach stellte Schreiber mit zwei wuchtigen Schlägen den vierten Widnauer Meistertitel in der Vereinsgeschichte sicher. Trotz der durchzogenen Gesamtleistung zog Bork ein positives Fazit: „Drei Spieler aus der zweiten Mannschaft haben heute gut mitgespielt. Das bestätigt mir, dass wir mit dem gesamten Kader gut arbeiten.

Bronze für TSV Jona
Eine herbe Enttäuschung erlebte Aufsteiger Schwellbrunn. Nach knapp verlorenem Halbfinal gegen Oberentfelden ging auch das Spiel um Bronze gegen Jona verloren. Die St. Galler hatten in der Qualifikation nur den 5. Rang belegt.

Wolfgang Rytz, Medienchef Fako Schweiz
 
Nationalliga A: „Final Five“ in Wilen TG

Kleiner Halbfinal: Elgg - Jona 2:3 (12:20, 15:20, 20:15, 20:16, 11:20).
Halbfinal: Schwellbrunn - Oberentfelden 2:3 (23:25, 20:22, 20:14, 20:9, 14:20).
Spiel um Rang 3: Schwellbrunn - Jona 2:3 (18:20, 20:17, 14:20, 22:20, 12:20).
Final: Widnau - Oberentfelden 3:1 (21:23, 20:14, 20:13, 21:19).
Schlussrangliste Nationalliga A: 1. Widnau (Schweizer Meister). 2. Oberentfelden. 3. Schwellbrunn. 4. Jona. 5. Elgg. 6. Schlieren. 7. Rickenbach-Wilen. 8. Ettenhausen. 8. Affoltern am Albis.

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