Es war eine unglaubliche Willensleistung, welche das weibliche U18-Nationalteam zum WM-Abschluss an den Tag legte. Die von Michael Suter (Zürich) und Rahel Schreiber (Chur) gecoachte Auswahl lieferte sich im Spiel um Platz drei mit den Österreicherinnen einen offenen Schlagabtausch, der gegen Ende dramatische Züge annahm.
Glück erzwungen
Die Schweizerinnen lagen nach vier Sätzen mit 1:3 im Hintertreffen. Sie steckten aber nie auf und bewerkstelligten mit einem 11:9 im fünften und einem 11:7 im sechsten Satz den Ausgleich zum 3:3. Im alles entscheidenden siebten Durchgang vergab die Schweizer Frauschaft beim Stand von 10:9 einen ersten Matchball. Sie geriet danach nochmals ins Hintertreffen und musste dem Gegner zwei Matchbälle zugestehen. In beiden Fällen wehrten die Schweizerinnen erfolgreich ab und erzwangen das Glück schliesslich auf ihre Seite. Sie gewannen den Entscheidungssatz mit 14:12 und somit das Spiel mit 4:3. Der Gewinn der Bronzemedaille darf als grosser Erfolg gewertet werden, nahm doch die Schweiz mit einem jungen, relativ unerfahrenen Frauenteam an der WM teil.
Es fehlte die Durchschlagskraft
Weniger gut lief es am letzten WM-Spieltag den Schweizer Männern. Sie verloren das Duell um Platz drei gegen Brasilien klar mit 0:4. In den ersten drei Sätzen hatten die Schweizer jeweils mit 8:11 das Nachsehen. Ihnen fehlte in den entscheidenden Phasen die nötige Durchschlagskraft. Im vierten Satz war die Luft etwas draussen. Die CH-Mannschaft konnte nicht mehr reagieren und verlor den Satz mit 6:11. Damit beendete die von Fabio Kunz (Jona) und Benjamin Kuhn (Olten) gecoachte Schweizer Auswahl das WM-Turnier auf dem undankbaren vierten Schlussrang.
U18-WM. Eibach-Nürnberg (GER). Resultate, 4. Spieltag. Männer, Spiel um Platz 3: Brasilien – Schweiz 4:0 (11:8, 11:8, 11:8, 11:6). – Final: Deutschland – Österreich 4:2 (12:10, 11:4, 6:11, 11:6, 7:11, 11:4). – Schlussrangliste: 1. Deutschland. 2. Österreich. 3. Brasilien. 4. Schweiz. 5. Indien I. 6. Indien II.
Frauen, Spiel um Platz 3: Österreich – Schweiz 3:4 (15:14, 12:14, 11:6, 11:9, 9:11, 7:11, 12:14). – Final: Brasilien – Deutschland 2:4 (15:14, 6:11, 4:11, 11:9, 12:14, 8:11). – Schlussrangliste: 1. Deutschland. 2. Brasilien. 3. Schweiz. 4. Österreich. 5. USA. 6. Indien.
PD: Swiss Faustball/Fredi Fäh/fri.
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