Das Finalspiel der Männer zwischen Qualifikationssieger Schwellbrunn und Gastgeber Widnau begann sehr ausgeglichen. Widnau konnte in den beiden ersten Spielabschnitten lange mithalten, verloren jedoch beide Sätze mit 8:11. Der dritte Satz brachte den wohl spektakulärsten Ballwechsel der Saison. Doch etwas symptomatisch ging auch dieser Punkt an den Europacupsieger Schwellbrunn. Mit 11:3 und 11:4 drückte der Titelverteidiger dem Spiel noch einmal den Stempel auf und sicherte sich dank dem 4:0-Erfolg den zweiten Meistertitel im Hallenfaustball in Serie. Das Spiel um Bronze wurde zu einer überraschend klaren Angelegenheit von Diepoldsau. Die Rheintaler bezwangen Rickenbach-Wilen diskussionslos mit 4:0. Einzig im zweiten Satz waren die Thurgauer an einem Satzgewinn nahe. Doch ihre Eigenfehlerquote war an diesem Tag deutlich zu hoch. Im Halbfinalspiel gegen Widnau prallte der Diepoldsauer Fabian Marty mit seinem Mitspieler Roman Lässer zusammen und verletzte sich. Erste Diagnose - Knochenabsplitterung im rechten Ellbogen. Widnau gewann das Rheintal-Derby mit 4:2 und qualifizierte sich bereits zum achten Mal fürs Meisterschaftsfinale im Hallenfaustball.
5. Meistertitel für Embrach
Die Titelverteidigerinnen aus Wigoltingen mussten sich mit der Bronzemedaille begnügen. Nach der überraschenden 2:3-Halbfinalniederlage gegen Ettenhausen bezwangen die Thurgauerinnen im Spiel um den dritten Gesamtrang die Equipe aus Oberentfelden deutlich mit 3:0. Für Ettenhausen bedeutete die erstmalige Finalteilnahme den grössten Vereinserfolg im Hallenfaustball. Im Endspiel trafen sie auf den vierfachen Schweizermeister Embrach. Dort übernahm Embrach von Beginn weg das Tempodiktat, doch Ettenhausen konnte den ersten Spielabschnitt bis kurz vor Satzende ausgeglichen halten. Die Zürcher Unterländerinnen gewannen den ersten Satz mit 11:9. Der zweite Satz wurde dann zur klaren Angelegenheit der Embracherinnen. Doch wer dachte, dass nach dem 11:5 der dritte und letzte Satz zu sehen ist, sah sich getäuscht. Ettenhausen bäumte sich noch einmal auf und konnte die hohe Eigenfehlerquote der Gegnerinnen zu ihren Gunsten nutzen. Nach dem 11:4 Teilerfolg von Ettenhausen waren die Thurgauerinnen wieder zurück im Spiel. Doch zahlreiche Eigenfehler und ein 4:9-Rückstand brachte die Favoriten aus Embrach in Vorteil. Doch Ettenhausen wehrte sich und schaffte beinahe das Unmögliche. Embrach benötigte fünf Matchbälle, um schlussendlich mit 12:10 den fünften Meistertitel zu feiern.
Männer. NLA.
Final. Schwellbrunn (TV) - Widnau 4:0 (11:8, 11:8, 11:3, 11:4). Spiel um
Rang 3. Diepoldsau - Rickenbach-Wilen 4:0 (11:8, 12:10, 11:6, 11:6).
Halbfinal. Diepoldsau – Widnau 2:4 (11:9, 8:11, 2:11, 7:11, 11:6, 6:11).
Schwellbrunn als Qualifikationssieger fürs Final gesetzt.
Schlussrangliste NLA-Männer.
1. Schwellbrunn (TV/Schweizermeister). 2. Widnau. 3. Diepoldsau. 4.
Rickenbach-Wilen. 5. Oberentfelden. 6. Deitingen (Absteiger NLB). Deitingen
steigt in die NLB ab und wird durch Jona ersetzt.
Frauen. NLA.
Final. Embrach - Ettenhausen 3:1 (11:9, 11:5, 4:11, 12:10). Spiel um Rang 3.
Wigoltingen (TV) - Oberentfelden 3:0 (11:7, 11:3, 11:8). Halbfinals.
Wigoltingen – Embrach 1:3 (6:11, 11:5, 8:11, 8:11). Oberentfelden –
Ettenhausen 2:3 (11:7, 3:11, 11:5, 5:11, 8:11).
Schlussrangliste NLA-Frauen.
1. Embrach (Schweizermeister). 2. Ettenhausen. 3. Wigoltingen (TV). 4.
Oberentfelden. 5. Jona. 6. Schlieren. 7. Kirchberg. 8. Ohringen (Absteiger
NLB). 5. Meistertitel für Embrach. Ohringen steigt in die NLB ab und wird
durch Rebstein ersetzt.
Daniel Frei, Medienchef Swiss Faustball