Silber für die Schweizer U21-Faustballjunioren
Bei der U21-Europameisterschaft im Faustball in Tecknau gewann die Schweiz wie im Vorjahr Silber. Im Final war Titelverteidiger Deutschland trotz vielversprechendem Schweizer Beginn zu stark.
Der neue Schweizer U21-Nationaltrainer Fredy Signer setzte im Final auf seinen "Stammfünfer" mit Pinchera/Gerster; Gugerli/Gysin/Hüttig. Nachdem sich das Team gegen Italien so richtig in EM-Form gespielt hatte und mit den widrigen Verhältnissen (Regen/tiefer Boden) gut zurecht kam, geriet Deutschland zu Beginn arg unter Druck. Lokalmatador Marcel Gerster (Service) und Remo Pinchera (Spielschlag) punkteten mit lang und diagonal geschlagenen Bällen. Ausserdem holte das Schweizer Abwehr einige Bälle mirakulös aus dem zunehmenden Morast. So lag der Aussenseiter bis 11:8 meist deutlich vorne, ehe der Druck im Angriff nachliess. Im Gegenzug fanden die Deutschen zu einer beeindruckenden kämpferischen Abwehrleistung. Die Schweizer verloren die Ruhe und den Satz. Danach reichte die Kraft nicht mehr für ein Aufbäumen.
Trotzdem präsentiert sich die Schweizer Bilanz unter dem Strich positiv. Nach dem unbefriedigenden ersten EM-Tag kam der geringe Widerstand im letzten Vorrundenspiel gegen Italien gerade recht. Danach war die Mannschaft endlich in Schwung, um auch im Halbfinal gegen eine aufopfernd kämpfende italienische Mannschaft zu gewinnen.
Schlecht belohnte Tecknauer Organisatoren
Unter der OK-Gesamtleitung von Walter Gerster erwies sich die Männerriege Tecknau, unterstützt von der Frauenriege, als engagierter Organisator. Insgesamt standen an den zwei Tagen 120 Helfer im Einsatz. Trotz den Regengüssen am Samstag und Sonntag wurde dieser grosse Aufwand für die U21-EM mit einem erfreulichen Zuschaueraufmarsch belohnt. (wr)
Tecknau. U21-Faustball-Europameisterschaft
Vorrunde: Deutschland - Italien 2:0 (20:16, 20:12). Schweiz - Österreich 1:2 (16:20, 20:12, 17:20). Österreich - Italien 0:2 (18:20, 17:20). Schweiz - Deutschland 0:2 (16:20, 17:20). Deutschland - Österreich 2:1 (20:16, 15:20, 20:15). Schweiz - Italien 2:0 (20:8, 20:10:6).
Vorrundenrangliste (alle 3 Spiele): 1. Deutschland 6 Punkte (6:1 Sätze). 2. Schweiz 2 (3:4). 3. Italien 2 (2:4). 4. Österreich 2 (3:5). - Klassierung aufgrund der direkten Begegnungen. - Deutschland direkt für den Final qualifiziert.
Spiel um zweiten Finalplatz: Schweiz - Italien 2:0 (20:14, 20:17).
Spiel um Rang 3: Italien - Österreich 0:2 (16:20, 14:20).
Final: Deutschland - Schweiz 2:0 (20:17, 20:8).
Schlussrangliste: 1. Deutschland. 2. Schweiz. 3. Österreich. 4. Italien.
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EM-Silber für Schweizer Faustballerinnen
An der Europameisterschaft im Frauenfaustball in Rohrbach (Ö) verloren die Schweizerinnen ihren Titel an Deutschland. Nach dem 2. Platz in der Vorrunde gewannen sie den Halbfinal gegen Österreich sicher in zwei Sätzen. Doch im Final blieb das Team des Trainerduos Felix Frischknecht/Guido Dalle Vedove deutlich hinter seinen Möglichkeiten. So holten die deutschen Frauen den im Vorjahr im eigenen Land verlorenen Europameistertitel souverän zurück.
„Deutschland war auf allen Positionen besser besetzt und spielte agiler“, gestand Frischknecht. „Im Hinblick auf die nächstjährige Weltmeisterschaft in Jona haben wir athletisch einen grossen Rückstand aufzuholen.“ (wr)
Rohrbach (Ö). Europameisterschaft im Frauenfaustball
Vorrunde: Deutschland - Italien 2:0 (20:4, 20:9). Schweiz - Japan 2:0 (20:1, 20:7). Österreich - Schweiz 0:2 (16:20, 8:20). Österreich - Italien 2:0 (20:5, 20:8). Deutschland - Japan 2:0 (20:4, 20:7). Schweiz - Deutschland 0:2 (14:20, 22:24). Österreich - Japan 2:0 (20:11, 20:5). Schweiz - Italien 2:0 (20:2, 20:8). Österreich - Deutschland 0:2 (10:20, 13:20). Italien - Japan 2:0 (20:14, 20:17).
Rangliste nach der Vorrunde (alle 4 Spiele): 1. Deutschland 8 Punkte. 2. Schweiz 6. 3. Österreich 4. 4. Italien 2. 5. Japan 0.
4. - 5. der Vorrunde: Italien - Japan 2:0 (20:13, 20:16).
2. - 3. der Vorrunde (Halbfinal): Österreich - Schweiz 0:2 (17:20, 16:20).
Spiel um Platz 3: Österreich - Italien 2:0 (20:11, 20:10).
Final: Deutschland - Schweiz 2:0 (20:16, 20:11)
Schlussrangliste: 1. Deutschland. 2. Schweiz. 3. Österreich. 4. Italien. 5. Japan (Gast).
Wolfgang Rytz, Medienchef Fako Schweiz