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Faustball: Schweizer Faustballerinnen verpassen WM-Medaille

Chantal Weinmann

Die Schweiz verlor an der Weltmeisterschaft im Frauen-Faustball vom 30. Juli bis 2. August 2014 in Dresden (De) das Spiel um Bronze gegen Brasilien. Der Titel ging an Deutschland.

Der Finaltag in Dresden fand bei tollem Wetter und heissen Temperaturen statt. Rund 2900 Zuschauer waren bei den Finalspielen im Ostra-Sportpark vor Ort.

Die Schweiz und Brasilien spielten um die Bronzemedaille. Der Start missglückte den Schweizerinnen, schnell lag das Team von Didi Back und Marcel Eicher mit 0:3 zurück. Nach einem Time-Out wurden die ersten Punkte dann Tatsache und die Schweiz verkürzte auf 2:3. Brasilien zog aber dank gut herausgespielten Bällen auf 8:2 davon. Mehr als auf 3:8 und 4:10 konnten die Schweizerinnen nicht verkürzen. Der Satz ging mit 11:4 an Brasilien. Nach der Einwechslung von Celina Traxler konnte die Schweiz die ersten beiden Punkte im zweiten Satz gewinnen. Titelverteidiger Brasilien blieb dran und konnte nach dem 3:3 von Eigenfehlern der Schweizerinnen profitieren. Celina Traxler hielt die Schweiz aber im Satz, 6:6 hiess der Zwischenstand. Dann bauten die Brasilianer wieder auf 9:6 aus, mehr als auf 7:9 und 8:10 kam die Schweiz nicht mehr heran. Brasilien sicherte sich den Satz mit 11:8.
Ganz schlimm begann der dritte Satz: bis zum 0:7 machte die Schweiz keinen Punkt und hatte keine Chance. Andrea Gerber konnte dann einige schöne Aktionen abschliessen. Kurz loderte bei 5:8 die Hoffnung nochmals etwas auf. Brasilien liess sich aber nicht auf dem Konzept bringen und verwandelte bereits den ersten Matchball zum 11:5 und damit 3:0-Sieg.
Brasilien zeigte eine gute und variantenreiche Partie. Die Schweizer Taktik, Hauptangreiferin Tatjane Schneider beim Aufschlag anzuspielen, zeigte nicht den nötigen Erfolg. Erst im dritten Satz wurde die Taktik umgestellt und die Schweizerinnen schlugen mutiger auf. Trotz teilweise guten Ansätzen an dieser WM, reichte es für die Schweiz nicht für eine Medaille. Es blieb der undankbar vierte Rang.

Halbfinale gegen Deutschland
Via Qualifikationsspiel gegen Italien spielten sich die Schweizerinnen in den Halbfinal. Trotz guter Leistung verlor die Schweiz das Spiel gegen Deutschland mit 1:3. Die Schweizerinnen hielten phasenweise gegen den Favoriten gut mit. Im Startsatz erwischte Deutschland den besseren Beginn und führte mit 4:1, die Schweiz blieb dank eines schönen Punktes von Andrea Gerber bis 3:4 dran, dann erhöhte Deutschland wieder. Beim Stand von 5:9 gelang Celina Traxler ein schöner Ball, trotzdem hiess es bald darauf 11:7 für Deutschland. Den zweiten Satz dominierten dann die Schweizerinnen klar. Nach dem 3:2 machte Deutschland keinen Punkt mehr. Die verunsicherten Gastgeber machten viele Eigenfehler. Bei den Schweizerinnen war viel Energie im Spiel, das 11:2 war der verdiente Lohn. Das Spiel kippte im dritten Satz wieder auf die Seite von Deutschland. Vor der tollen Zuschauerkulisse konzentrierten sich die einheimischen Spielerinnen wieder besser und liessen erst beim Stand von 4:0 den ersten Punkt der Schweiz zu. Deutschland lag immer klar vorne,  Sonja Pfrommer machte viel Druck. Mit 11:3 holte sich Deutschland Satz 3. Der vierte Satz begann schlecht für die Schweiz. Sofort führte Deutschland mit 0:3, dann kam der erste Schweizer Punkt. Deutschland erhöhte auf 2:6, dann machten die Schweizerinnen drei Punkte in Serie zum 5:6 und hielten die Hoffnungen aufrecht. Diese machte Sonja Pfrommer mit ihren Punkten zunichte. Deutschland konnte den ersten Matchball zum 11:5 verwerten.

Platz zwei in der Vorrunde
In der Vorrunde erfüllte die Schweiz die Erwartungen. Gegen Tschechien gab es einen klaren 3:0-Erfolg, wenn auch die Differenz im dritten Satz knapp war. Auch gegen die USA siegten die Schweizerinnen mit 3:0. Mehr Mühe hatte das Team von Didi Back gegen Chile. Nach zwei Sätzen lagen die Schweizerinnen mit 0:2 zurück. Dank toller Moral und einer geschlossenen Teamleistung konnten die Schweizerinnen den Satzausgleich schaffen. Im Entscheidungssatz liess die Schweiz dann Chile keine Chance mehr. Gegen Brasilien waren die Schweizerinnen in den ersten zwei Sätzen nahe dran, mussten sich aber trotzdem mit 0:3 geschlagen geben. Dies bedeutete den zweiten Rang in der Vorrunde.
Weltmeisterinnen wurden die Deutschen, welche in einem packenden Endspiel Österreich mit 3:1 schlugen.

Text: Markus Roth
 

Weitere Infos und Resultate: www.swissfaustball.ch oder www.faustball-wm-2014.de

Schlussrangliste Faustball Frauen-WM in Dresden
1. Deutschland
2. Österreich
3. Brasilien
4. Schweiz
5. Chile
6. Italien
7. Argentinien
8. USA
9. Tschechien
10. Kolumbien

Das Schweizer WM-Kader
Baumann Tina (TSV Jona)
Berchtold Natalie (TSV Jona)
Fedier Michelle (FBS Schlieren)
Gerber Andrea (STV Oberentfelden/Amsteg)
Gerber Sara (STV Oberentfelden/Amsteg)
Koruna Patricia (FBS Schlieren)
Münzing Nicole (TSV Jona)
Siegenthaler Sabrina (STV Oberentfelden/Amsteg)
Stoob Janine (TSV Jona)
Traxler Celina (TSV Jona)

Nationaltrainer: Didi Back (Basel)
Co-Trainer: Marcel Eicher (Wilen)
 

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