Die beiden Finalanwärter bekundeten im Halbfinal mehr Mühe mit dem unebenen Rasen in Vordemwald als mit dem gegnerischen Team. Bei Schlieren beging Angriffsleaderin Sabine Keller zwar zahlreiche Eigenfehler. Insgesamt reichte aber ihr Angriffsdruck gegen Amsteg zum mehr oder minder sicheren Finaleinzug.
Embrach tag sich gegen die jungen Wigoltingerinnen noch eine Spur schwerer. Im zweiten Satz führten die Thurgauerinnen 13:8. Danach setzte sich aber der Qualifikationssieger dank den wuchtigen Schlägen von Irene Schönenberger durch.
Wenig Spannung im Final
Nur jeweils die Startphase der beiden Finalsätze verlief ausgeglichen, danach setzte sich das vor allem defensiv kompaktere Embracher Team durch. Der erste Durchgang verlief vor allem deshalb ausgeglichener, weil auch Schönenberger etliche Eigenfehler beging. Allerdings erschwerte der unebene Rasen das Zusammenspiel doch beträchtlich. Ansonsten zeigten beide Teams Frauenfaustball auf ansprechendem Niveau.
Im zweiten Satz erhöhte Sabine Keller die Risikobereitschaft, sah sich dafür aber nicht belohnt. Mit fünf Eigenfehlern brachte sie Schlieren vorentscheidend 5:9 in Rückstand, nachdem der Start mit 3:0 noch gut gelungen war. Diesen Vorsprung gab Embrach nicht mehr preis. Insgesamt zehn Eigenfehler von Schlieren liessen keine Aufholjagd mehr zu. Dazu liessen die Kräfte beim Meister auch zu sehr nach.
Damit ging Schlierens Serie mit drei Meistertiteln zu Ende. Embrach kam nach drei Triumphen von 2000 bis 2002 zu seinem vierten Meisterpokal auf dem Feld. Ein kleines Kunststück vollführte Amsteg. Erst glichen die Urnerinnen, die im Frühjahr drei Spielerinnen von Oberentfelden erhalten hatten, im Spiel um Bronze einen Satzrückstand aus. Danach drehten sie gegen Wigoltingen einen Rückstand von 12:18 zum Medaillengewinn auf 20:18.
Wolfgang Rytz, Medienchef Fako Schweiz
Frauenfaustball
Finalrunde Nationalliga A in Vordemwald
Halbfinal: FB Embrach (1.) - STV Wigoltingen (4.) 2:0 (20:17, 20:18). FBS Schlieren (2.) - FBT Amsteg (3.) 2:0 (20:17, 20:17).
Spiel um 3./4. Rang: STV Wigoltingen - FBT Amsteg 1:2 (21:19, 18:20, 18:20).
Final: FB Embrach - FBS Schlieren 2:0 (20:13, 20:10)
Schlussrangliste Nationalliga A Damen 2006
1. FB Embrach (Schweizer Meister). 2. FBS Schlieren. 3. FBT Amsteg. 4. STV Wigoltingen. 5. TS Schwarzach (Ö). 6. TSV Jona. 7. FBV Ettenhausen (Absteiger). 8. STV Vordemwald (Absteiger).
Auf-/Abstieg NLA/NLB: TSV Jona (6. NLA) - FB Wallisellen (1. NLB) 2:0 (15:9, 15:6) Jona bleibt in der Nationalliga A
Finaltelegramm
FB Embrach - FBS Schlieren 2:0
Sportplatz Vordemwald. - 120 Zuschauer. - SR: Jeannette Schärer. - Sätze 20:13 (23 Minuten), 20:10 (17'). - Spieldauer: 43 Minuten.
Embrach: Schönenberger, Anderegg; Leuzinger; Graf, Schneider.
Schlieren: Keller, T. Estermann; S. Estermann; Thalmann, Ulrich.
News
Faustball: Klarer Finalsieg für Embracherinnen
Nationalliga-A-Qualifikationssieger FB Embrach hat sich auch im Final um den Schweizer Damen-Faustball-Meistertitel gegen Schlieren durchgesetzt. Beim abtretenden Meister kamen vor allem die drei Nationalspielerinnen nicht auf Touren. Auf der Gegenseite trumpfte hingegen Irene Schönenberger auf. Im Spiel um Bronze bezwang Amsteg nach hartem Kampf Wigoltingen überraschend mit 2:1 Sätzen.