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Faustball: Fünfter Schweizer Hallenmeistertitel in Serie für Widnau

Widnau ist weiterhin das Mass aller Dinge im Schweizer Faustball. Die St. Galler Rheintaler eroberten in Zofingen den fünften Hallentitel in Folge. Dabei bestätigte das Team von Trainer Joachim Bork seine internationale Klasse. Dahinter löste nicht ganz überraschend Schwellbrunn den letztjährigen Finalisten Oberentfelden als Nummer 2 ab. Aber auch die Appenzeller blieben im Final chancenlos.

Schwellbrunns Trainer Martin Oberle lieferte die treffende Analyse unmittelbar nach Finalende: „Widnau verkörpert internationale Klasse, wir haben uns in den letzten Jahren auf nationales Spitzenniveau hoch gearbeitet.“ Damit sprach er den weitgehend einseitigen Verlauf der nur 65 Minuten dauernden Finalpartie an. Im Gegensatz zur zwiespältigen Leistung im Halbfinal gegen Rickenbach-Wilen zog der Titelverteidiger sein hohes Spielniveau fast über die gesamte Partie durch. Hauptangreifer Cyrill Schreiber stellte Schwellbrunn mit seinen wuchtigen Schlägen vor ein unlösbares Problem. Aber auch dem aus der Abwehr aufrückenden Zweitschläger Manuel Sieber gelangen zahlreiche Punktgewinne.

An der Leine spielte die zu geringe Körpergrösse des Appenzeller Hauptschlagmannes Ueli Frischknecht eine entscheidende Rolle. Bei den wenigen Blockversuchen gegen Schreiber hatte er fast immer das Nachsehen. Widnaus genaue Zuspiele an die Leine eröffneten dem grossgewachsenen Schreiber alle Möglichkeiten im Abschluss. Diese nützte er zum Leidwesen von Schwellbrunn und den 700 Zuschauern, die sich mehr Finalspannung erhofft hatten.

Einzig der dritte Satz verlief phasenweise ausgeglichen. Beim Stand von 16:11 wechselte Widnau auch noch den 19-jährigen Mario Kohler ein, worauf Schwellbrunn zum 16:16 gleichzog. Schreiber und Co. bewahrten jedoch Ruhe und sicherten die Titelverteidigung souverän mit 20:16.
 
Bronze für Oberentfelden
Im Gegensatz zum Halbfinal gegen Schwellbrunn, als einzig der ins Oberentfelder Team zurückgekehrte Benjamin Kuhn eine totale Schlappe gegen Schwellbrunn verhinderte, gelang dem Finalevent-Gastgeber im Bronzespiel eine respektable Leistung. Im Angriff zeigte insbesondere Nicolas Schwander eine erstaunliche Leistungssteigerung. Der 22-jährige Spielschläger bewahrte im vierten Satz Nervenstärke und führte die Aargauer zum Medaillengewinn.

Damit endete das stimmungsvolle Nationalliga-A-Finalwochenende in Zofingen auch für den organisierenden Verein mit einem Happy End. Als grösster Sieger des Meisterschaftsabschlusses ging jedoch der Schweizer Faustball hervor. Erstmals verfolgten über 1000 Zuschauer Halbfinal und Finalspiele. (wr)

Nationalliga A
Halbfinal: Widnau (1. der Qualifikation) - Rickenbach-Wilen (4.) 3:1 (20:9, 20:22, 20:3, 20:16). Schwellbrunn (2.) - Oberentfelden (3.) 3:1 (20:16, 12:20, 20:17, 20:10).
Spiel um Rang 3: Rickenbach-Wilen - Oberentfelden 1:3 (9:20, 14:20, 20:16, 17:20).
Final: Widnau - Schwellbrunn 3:0 (20:13, 20:5, 20:16).

Schlussrangliste: 1. Widnau. 2. Schwellbrunn. 3. Oberentfelden. 4. Rickenbach-Wilen. 5. Ettenhausen. 6. Affoltern am Albis. - Widnau zum 5. Mal in Serie Hallenmeister. - Affoltern am Albis Absteiger in die Nationalliga B.

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