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Faustball: Erneut keine Schweizer WM-Medaille

Der 41-jährige deutsche Ausnahmefaustballer Martin Becker nahm an der Faustball-WM in Oldenburg im Spiel um Rang 3 die Schweizer beinahe im Alleingang auseinander und verhinderte zum dritten Mal in Folge den Medaillengewinn für die Schweizer Faustballer an einer WM. Im Endspiel gewann Österreich erstmals den Weltmeistertitel dank eines überzeugenden 3:0-Erfolges über Titelverteidiger Brasilien.

Die Erwartungen an den amtierenden Europameister Schweiz vor der Faustball-WM in Deutschland waren gross. Doch es sollte auch diesmal nicht sein und zum dritten Mal in Folge verpassten die Eidgenossen das Podest. Der Druck auf dem deutschen Team war nach der Halbfinal-Niederlage enorm. Noch nie in der 39-jährigen WM-Geschichte fehlte Deutschland im Endspiel. Die Schweizer hatten also nichts zu verlieren. Das Team von Nationaltrainer Marcel Cathomas hielt im ersten Spielabschnitt bis kurz vor Satzende mit, verlor aber knapp mit 18:20.

Im zweiten Satz steigerten sich die Schweizer, nachdem beim Stand von 3:4 Ueli Frischknecht für Urs Lenzlinger ins Spiel kam. Der Rückstand wurde in einen Vorsprung umgewandelt und man zog auf und davon. Beim Stande von 15:11 für die Eidgenossen kam die spielentscheidende Situation. Martin Becker betrat das Spielfeld. Zwar konnte er nicht verhindern, dass die Schweizer verdient den zweiten Satz mit 20:17 für sich entscheiden konnten, aber danach spielte Becker mit der Schweizer Equipe Katz und Maus. «Wir bekundeten grosse Mühe mit seinen Anschlägen und fanden nicht mehr zu unserem Spiel», analysierte Nationaltrainer Marcel Cathomas diese Situation. Auch das mehrmalige Wechseln von Frischknecht auf Lenzlinger und zurück brachte keine Wirkung mehr. Mit 14:20 und 11:20 gingen die beiden letzten Sätze an Deutschland, welches erstmals in der Geschichte nur die Bronzemedaille gewann. «Diese WM-Woche hat unsere These gestärkt, dass die zweite vordere Position mit einem zweiten Schläger bestückt werden muss. Wir sind auf dem richtigen Weg, als wir das Schweizer Schlägercamp ins Leben gerufen haben. Jetzt gilt es, diese Arbeit fortzuführen und zu forcieren, damit wir in Zukunft einen zweiten starken Angreifer im Team haben.» Marcel Cathomas blickt zu Recht nach vorne, auch wenn diese aus Schweizer Sicht enttäuschende WM zuerst noch analysiert und verarbeitet werden muss.

Der neue Weltmeister heisst Österreich. In nur 66 Minuten fegten sie Titelverteidiger Brasilien mit 3:0 vom Platz. Die Österreicher gewinnen vor 8000 begeisterten Zuschauern bei ihrer sechsten WM-Finalteilnahme zum ersten Mal den Titel. Ihren bislang grössten Erfolg erreichten sie vor zwei Jahren ebenfalls in Deutschland, als sie in Duisburg die World Games gewannen. Bereits da haben sie den zweifachen Weltmeister Brasilien bezwungen...

Schweiz - Deutschland 1:3 (18:20, 20:17, 14:20, 11:20). - 8000 Zuschauer - Marschweg-Stadion, Oldenburg.

Schweiz: Schreiber, Lenzlinger, Frischknecht, Hutter, Sieber, Gugerli.

Resultate

Final. Brasilien - Österreich 0:3 (15:20, 8:20, 11:20).

Spiel um Rang 3. Schweiz - Deutschland 1:3 (18:20, 20:17, 14:20, 11:20).

Spiel um Rang 5. Argentinien - Chile (21:23, 20:9, 20:10).

Spiel um Rang 7. Italien - Namibia 2:0 (20:14, 20:12).

Schlussrangliste

1. Österreich. 2. Brasilien. 3. Deutschland. 4. Schweiz. 5. Argentinien. 6. Chile. 7. Italien. 8. Namibia. 9. Dänemark. 10. Taiwan. 11. USA. 12. Japan..

Daniel Frei, Medienchef FAKO-CH

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