Für Diepoldsau ist dies der erste Schweizer Meistertitel, nachdem sie 2007 in die höchste Liga aufgestiegen sind und jedes Jahr auf dem Podest standen. Die Embracherinnen feierten nach 2000, 2001, 2002, 2006 und 2009 hingegen bereits ihren sechsten Schweizer Meistertitel im Feld-Faustball.
Das Endspiel um den Schweizer Meistertitel zwischen Gastgeber Jona und Qualifikationssieger Diepoldsau begann sehr nervös und war geprägt durch eine hohe Eigenfehlerquote auf beiden Seiten. Diepoldsau führte mit 7:3 bevor Jona sechs Punkte in Serie buchen konnte und so den Satz noch drehte. Während Jona den ersten Abschnitt mit 11:8 gewann, reagierte der Diepoldsauer Trainer Hanspeter Brigger und brachte Christian für Lukas Lässer. Doch es brachte nicht die gewünschte Wirkung. Mit 11:9 ging auch der zweite Abschnitt an Jona. Mit dem gleichen Resultat, diesmal jedoch zu Gunsten der Rheintaler endete der dritte Satz. Und nach dem 11:6 im vierten Spielabschnitt war die Partie wieder ausgeglichen. Die Vorentscheidung fiel im fünften Satz, in welchem Jona bereits mit 7:2 führte, aber danach sichtbar einbrach und den Abschnitt noch mit 10:12 an Diepoldsau abgeben musste. Dies war für die personell deutlich schwächeren Joner der Knackpunkt in diesem Spiel. Die Rheintaler nutzten ihrerseits den letzten Abschnitt (11:7) zum verdienten Titelgewinn. Mit 4:2 bezwang Diepoldsau den TSV Jona und feierte damit seinen ersten Schweizer Meistertitel.
Oberentfelden: Dank starkem Angriffstrio zu Bronze
Im Spiel um Bronze vermochte das Team von Elgg-Ettenhausen lange Zeit mitzuhalten. Doch nachdem sie die ersten beiden Sätze knapp mit 9:11 verloren hatten und im dritten Abschnitt eine 9:5-Führung verspielten, war der Durchmarsch des Gegners aus Oberentfelden geebnet worden. Die Aargauer mit einem starken Angriffstrio Filipe Binotto, Jens Baltin und Benjamin Kuhn sowie einer soliden Abwehr hatten die Partie - bis auf den Beginn des dritten Abschnittes - sicher im Griff. Und die starke Reaktion am Ende des dritten Satzes mit sechs Punkten in Serie unterstreicht den verdienten Gewinn der Bronzemedaille für Oberentfelden.
Embrach zu überlegen
Das Frauen-Halbfinalspiel zwischen Gastgeber Jona und Schlieren begann äusserst spannend. Erst in der Satzverlängerung setzten sich die Limmattalerinnen durch. Doch die Antwort der Qualifikationszweiten aus Jona kam prompt und mit 11:6 und 11:9 recht deutlich. Doch sie vermochten diesen Vorsprung nicht über die Runde zu bringen. Nach einem 6:11 aus der Sicht der Jonerinnen musste der fünfte und letzte Satz die Entscheidung über den Finaleinzug bringen. Und Jona hatte den Sieg schon vor den Augen gehabt, als sie mit 9:5 führten. Doch dann ging nichts mehr bei den Gastgeberinnen. Mit 12:10 setzte sich der achtfache Schweizer Meister aus Schlieren durch und qualifizierte sich für das Endspiel gegen Qualifikationssieger Embrach.
Und diese Finalpartie zwischen den langjährigen Kontrahenten begann mit einem fulminanten Start der Embracherinnen. Während sie fehlerfrei agierten, war die Eigenfehlerquote bei den Schliererinnen sehr hoch. Mit 11:3 gewann Embrach den ersten Spielabschnitt. Der zweite Satz entwickelte sich gleich einseitig wie der erste. Die Embracher Angreiferin Irene Schönenberger konnte sich gar vier Eigenfehler im Service erlauben, ohne jegliche Konsequenz. Mit 11:6 ging auch dieser Satz an Embrach. Der dritte und letzte Satz war dann nur noch die Kür und der Abschluss einer beeindruckenden Saison. Mit 11:8 und einem 3:0-Finalsieg gab Embrach während der gesamten Saison nur drei Sätze ab. Eine beeindruckende Bilanz auf dem Weg zum sechsten Meistertitel.
Faustball im Fernsehen
Das Schweizer Sportfernsehen (SSF) zeigt am Mitttwoch, 14. September 2011 um 20 und 23 Uhr jeweils für zwei Stunden Faustball.
Daniel Frei / Alexandra Herzog-Vetsch
Mehr Infos: <link http: www.swissfaustball.ch>www.swissfaustball.ch