Faustball Herren:
Rickenbach-Wilen überraschender Schweizer Cupsieger
Zum Abschluss der Feldfaustballsaison erlitt Meister Widnau die erste Niederlage auf nationaler Ebene. Im Schweizer Cupfinal verloren die St. Galler Rheintaler gegen Rickenbach-Wilen mit 1:3 Sätzen. Damit nahmen die Thurgauer Revanche für die Niederlage im Nationalliga-A-Playofffinal.
Die Partie hatte Ähnlichkeiten mit dem zweiten Playoff-Finalspiel zwei Wochen zuvor in Widnau. Rickenbach-Wilen gewann dank geduldigem Spiel und zunehmend vieler Eigenfehler von Widnaus Schlagmann Cyril Schreiber den ersten Satz. Darauf nutzten die Thurgauer mit einer starken Defensive und einem unberechenbaren Gabriel Bonnevialle im Angriff den Elan zu einem zweiten Satzgewinn. Danach bäumte sich Widnau definitiv gegen die drohende Entthronung nach vier Schweizer Cupsiegen in Serie auf.
Im vierten Satz endeten die Parallelen zur Meisterschaft. Rickenbach-Wilen wechselte nach einer Verschnaufpause hinten wieder Silvan Küttel ein und fand zurück zu einer kompakten Abwehr, nachdem Schreiber diese im dritten Satz zerzaust hatte. Widnau ersetzte beim Stande von 7:11 Michael Eigenmann durch Mark Hüttig und beorderte Marcel Stoffel hinten in die Mitte. Doch Bonnevialle punktete weiter. Der Brasilianer zog seine famose Leistung durch und liess vor allem Trainer Adrian König jubeln. "Ich habe dem Team im Abschlusstraining gesagt, dass sie mir mit einem Sieg das schönste Abschiedsgeschenk mache", erklärte er nach dem Finalspiel auf gutem Niveau.
„Bei uns sind die Batterien nach einer Saison mit zuvielen Höhepunkten leer. Ri-Wi war heute einfach besser als wir“, gestand Widnaus Trainer Joachim Bork fair.
Schweizer Cupfinal in Vordemwald: Widnau - Rickenbach-Wilen 1:3 (17:20, 17:20, 20:15, 15:20).
Finaltelegramm
KTV Widnau - FG Rickenbach-Wilen 1:3
Sportplatz Vordemwald. - 210 Zuschauer. - SR: Bienz (Brittnau). - Sätze: 17:20 (20 Minuten), 17:20 (22), 20:15 (21), 15:20 (22). - Gesamtspieldauer: 100 Minuten.
Widnau: Schreiber, Stoffel; Sieber, Eigenmann (Hüttig), Hutter.
Rickenbach-Wilen: Bonnevialle, Lenzlinger; Eicher, Hungerbühler, Küttel (Iseli).
Bemerkungen: Rickenbach-Wilen ohne Zehnder (verletzt).
Wolfgang Rytz, Medienchef Fako Schweiz
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Faustball Damen:
Schlieren erfolgreicher Titelverteidiger
Die Faustballerinnen von Schlieren sind zum dritten Mal in Serie Schweizer Meister. In Vordemwald gewannen sie den Final gegen Wigoltingen sicher mit 2:0 Sätzen. Der grosse Herausforderer Embrach scheiterte im Halbfinal gegen Wigoltingen, nachdem Hauptangreiferin Irene Schönenberger durch eine Fussverletzung ausgefallen war.
Der Titelkampf der vier besten Schweizer Frauenfaustballteams verlief auf keinem allzu hohen Niveau. Vor allem die Nationalspielerinnen wirkten zum Saisonende träge. Im Halbfinal spielten die beiden Thurgauer Aussenseiter Ettenhausen und Wigoltingen keck auf. Favorit Embrach tat sich gegen Wigoltingen sehr schwer und verlor trotz einer 10:6-Führung den ersten Satz. Dank der überragenden Angreiferin Irene Schönenberger gelang darauf der Ausgleich. Doch im dritten Satz schied sich beim Stande von 8:5 für Wigoltingen verletzt aus. Dies bedeutete die Entscheidung.
Bei Schlieren passte zwar im zweiten Halbfinalsatz lange nichts zusammen, doch beim Stand von 14:8 für Ettenhausen rafften sich die Limmattalerinnen auf und wendeten das Blatt trotz bescheidener Leistung zur sicheren Finalqualifikation.
Final ohne Spannung
Im Spiel um Gold benötigte Schlieren bis Mitte des ersten Satzes Anlaufzeit. Dann steigerten sich die Nationalspielerinnen Sabine Keller, Simone Estermann und Monika Thalmann mindestens soviel, dass Wigoltingen nie in Reichweite des ersten Schweizer Meistertitels gelangte. Ohne über sich hinaus zu wachsen, konnte Schlieren nach 45 Minuten seinen siebten Meistertitel bejubeln.
Im Spiel um Bronze bekundete Ettenhausen keine Mühe, das ohne Schönenberger offensiv wirkungslose Embrach in Schach zu halten.
Finalrunde Nationalliga A in Vordemwald
Halbfinal: Schlieren (1. der Qualifikation) - Ettenhausen (4.) 2:0 (20:12, 20:16). Embrach (2.) - Wigoltingen (3.) 1:2 (19:21, 20:16, 9:20).
Spiel um 3./4. Rang: Ettenhausen - Embrach 2:0 (20:10, 20:10).
Final: Schlieren - Wigoltingen 2:0 (20:17, 20:9).
Finaltelegramm
FBS Schlieren - STV Wigoltingen 2:0
Sportplatz Vordemwald. - 100 Zuschauer. - SR: Schärer (Obergösgen). - Sätze: 20:17 (in 24 Minuten), 20:9 (18).
Schlieren: Keller, Ulrich; S. Estermann; Huber (T. Estermann), Thalmann.
Wigoltingen: Rüegge, Zbinden; Fankhauser, Tiefenauer, Tobler.
Wolfgang Rytz, Medienchef Fako Schweiz