Die Anspannung in der Aufwärmhalle aller Gymnastinnen aus insgesamt 24 Nationen war spürbar. Der Wettkampf begann um 10.00 Uhr mit der Gruppe aus Polen. Die Schweiz, als Nr. 23 gelost, startete als vorletzte Gruppe. Bei der Kampfrichterauslosung wurde unsere internationale Kampfrichterin Elena Cornu gelost und bewertete den Gruppenwettkampf als E1-Kampfrichterin (Ausführung).
Die Wettkampfhalle füllte sich mit vielen Zuschauern, welche die Juniorinnen-Gruppen mit Spruchbändern, Flaggen und Sprechchören anfeuerten. Erfreulicherweise sind über 100 Schweizer Fans angereist um das JEM-Team lautstark zu unterstützen. Dieser Support ist von grosser Wichtigkeit und unschätzbarem Wert gegenüber den Gymnastinnen sowie dem ganzen Betreuerstab.
Die anspruchsvollen Gruppenübungen der Juniorinnen begeisterten die Zuschauer und nach 22 Übungen führte Russland vor Weissrussland und Bulgarien. Mit grosser Erwartung fieberten die Fans dem Auftritt der Schweiz entgegen. Kurz vor Mittag war es soweit und das Schweizer Team betrat die Wettkampfläche. In wunderschönen, funkelnden Wettkampfdresse zeigten die fünf Gymnastinnen eine Übung ohne Geräteverlust. Trotz grosser Nervosität war das Team mit präzisen Würfen sehr ausdrucksstark und wurden für den sehr guten ersten Auftritt mit viel Applaus beehrt. Auf der Anzeigetafel leuchtete die Totalnote von 15.433 Punkten auf und dies bedeutete den siebten Platz in der Zwischenrangliste. Der Einstand ist geglückt und das Trainerteam war sehr erfreut über die ausgezeichnete Leistung.
Glücklich und erleichtert über den guten Start durften Tamara Stanisic, Anne Tardent, Melanie Soldati, Noemi Schilling und Chiara Torino die ersten Glückwünsche vor Ort entgegen nehmen, unter anderem auch von Ruedi Hediger, dem Vize-Präsidenten der UEG und Geschäftsführer des STV sowie von Gilberte Gianadda, Mitglied der Technischen Kommission der UEG und Kampfrichterchefin STV. Aus dem Schweizerischen Turnverband ist der Chef Spitzensport, Felix Stingelin und aus dem Zentralvorstand des STV, Renata Loss Campana angereist um das JEM-Team tatkräftig zu unterstützen.
Für die Gymnastinnen ist am Nachmittag Regeneration angesagt. Die Massagen bei Sandrine Wenger, unserer Physiotherapeutin werden von allen Gymnastinnen sehr genossen. Danach heisst es weiterhin die Konzentration hochhalten, damit für den morgigen zweiten Wettkampftag erneut die geforderte Leistung abgerufen werden kann.
Text: Doris Klein, Delegationsleiterin und Ressortchefin RG