Die Erfolgsmeldungen aus Birmingham reissen nicht ab. Mit einer guten und stabilen Vorstellung verbessern sich die Schweizer Kunstturnerinnen im Teamfinale um zwei Ränge auf Rang sechs. „Great – Sensationell – Genial – Manifique“ die ganze Schweizer Delegation sucht nach Worten: Giulia Steingruber strahlt übers ganze Gesicht: „Es ist unbeschreiblich, ich bekomme Gänsehaut. Ich kann es noch kaum fassen!“ Szneszana Jordanov, Trainerin der Schweizerinnen lacht:“ Just great! Am Donnerstag mussten wir bis am Ende zittern und nun wuchsen die Mädchen erneut über sich hinaus!“
Die Schweizerinnen starteten ihren Wettkampf mit drei fehlerfreien Übungen am Stufenbarren. Trainer Zoltan Jordanov stellte gegenüber der Qualifikation sein Team leicht um und setzte am Stufenbarren als dritte Turnerin Jennifer Senn ein, die ihre Sache am Startgerät sehr gut machte. „Als ich gestern Abend vernommen habe, dass ich turnen darf, war ich überglücklich. Erst jetzt realisiere ich, dass ich an der EM bin, vorher kam dieses Gefühl nicht auf.“ Etwas nervös sei sie schon gewesen, dass der Einsatz gleich der Final war.
Die einzigen zwei Fehler musste das Schweizer Team am Balken in Kauf nehmen. Giulia Steingruber musste nach dem Salto vorwärts gehockt das Gerät verlassen, während das gleiche Schicksal Jessica Diacci nach dem Spreizsalto rückwärts ereilte. Die Schweizer Turnerinnen fassten sich aber gleich wieder und knüpften an ihre guten Leistung vom Stufenbarren und der Qualifikation an. „Ich konzentrierte mich sofort aufs nächste Gerät. Und Boden ist eh ein Gerät, das nicht so zittrig ist“, erklärt Jessica Diacci. Wie zuletzt am Weltcup in Cottbus, wo sie Dritte wurde, überzeugte die 16-jährige Aargauerin mit einer ausdrucksstarken und sicheren Bodenübung. Ariella Kaeslin wurde heute am Boden geschont um genügend Energie für das Sprungfinale von morgen Sonntag zu haben. Heute zeigte Ariella Kaeslin keinen perfekten Tschussowitina, sehr hoch aber mit etwas wenig Rotation. Für Ariella Kaeslin kein Problem: „Ich weiss, was ich zu verbessern habe. Morgen ist eine neuer Tag!“ Im Moment will sie sowieso nicht an Morgen denken und sich mit dem Team über den tollen sechsten Rang freuen: „Mit diesem Team zu turnen machte mega Spass, wir feuerten uns gegenseitig an und pushten uns gegenseitig. Morgen kann ich mich dann ganz auf mich konzentrieren!“
Renate Ried, Medienchefin STV
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EM Kutu: Schweizerinnen auf dem fantastischen 6. Mannschaftsrang
Die Schweizer Kunsturnerinnen sichern sich mit einer tollen Leistung im Teamfinale den hervorragenden 6. Rang. Gold geht an Favorit Russland. Gastgeber Grossbritannien holt sich Silber vor dem Team aus Rumänien.