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EM Kutu: Schweizer Junioren gewinnen Silber!

Das Schweizer Quintett Pablo Brägger, Oliver Hegi, Michael Meier, Marco Rizzo und Eddy Yusof gewann souverän die Silbermedaille an den Europameisterschaften im Kunstturnen in Birmingham (Gb). Die letzte Silbermedaille holten sich Schweizer Junioren zuletzt 2002 in Patras (Grie).

„Erleichtert, überglücklich!“ die strahlenden Turner. Auch die Trainer Domenico Rossi und Aleksandr Krascheninikov sind gelöst und glücklich. Aleksandr Krascheninikov: „Jetzt bin ich leer. Glücklich! Die Jungs haben alles gegeben! Sie waren wirklich ein Team.“ Domenico Rossi erste Reaktion. „Endlich – jetzt kann ich mich entspannen!". Überglücklich scherzt er: „Wir machen noch mehr Medaillen, das war erst der Anfang!“ Wenn man den Schweizern Junioren zugesehen hat, liegen in den Gerätefinals Podestplätze bereit.Die Briten setzten, wie erwartet die Messlatte sehr hoch. Am Ende der zweiten Abteilung führten sie mit 9,7 Punkten vor Rumänien. Die Schweizer liessen sich nicht beeindrucken und traten als kompaktes Team seht gut auf. „Nervös, oh ja ich war sehr nervös“, der Starter an den Ringen Eddy Yusof. Vor allem Oliver Hegi war die Nervosität anzumerken, seine Fersenprellung hat ihn im Vorfeld verunsichert. Doch nach dem etwas missglückten Auftakt (Struktur Schwung – Kraft wurde nicht angerechnet) blühte er auf. Mit Ausnahme der Geräte (Boden und Sprung), wo ihn seine leichte Verletzung hinderte. Am Reck beeindruckte er gar mit der besten Übung aller Junioren (13,875). Teamkapitän Pablo Brägger (18) gibt selbstbewusst zu: „Wir haben gehofft, eine Medaille zu erturnen, wollten uns aber nicht unter Druck setzen lassen.“ Brägger zeigte bis auf das Pferd einen sehr guten Wettkampf und qualifizierte sich als bester Schweizer für den Mehrkampffinal vom Samstagmorgen. Nur knapp (0,25) hinter Pablo Brägger qualifizierte sich Michael Meier als 12. für dem Mehrkampffinal. Für Marco Rizzo ist Freud und Leid nahe zusammen: Die Freude über die Silbermedaille im Team überwiegt, der verpasste Einzug in einen Final schmerzt etwas. Am Boden verpasste Marco Rizzo den Final um knappe 0,125. Und auch am Sprung wäre es mit dem nötigen Wettkampfglück ebenfalls möglich gewesen.Domenico Rossi, seit Januar 2009 Schweizer Nachwuchschef, hat vor gut 1,5 Jahren 15 Junioren für die EM-Quali nominiert. Zusammen mit den Trainern der Regionalen Leistungszentren wurde dabei das stärkste Juniorenteam seit Langem gebildet. Die letzte Silbermedaille ist acht Jahre her. Mit von der Partie waren damals Niki Böschenstein, Mark Ramseier, Roman Gisi, Patrick Dominguez und Roland Häuptli, die drei erst genannten werden Morgen bei der Elite im Einsatz stehen! Das Potential der heutigen Schweizer Junioren ist gemäss Felix Stingelin, Chef Spitzensport, eher höher einzuschätzen.


Renate Ried, Medienchefin STV


Kunstturnen: 29. Europameisterschaften, Birmingham (Gb), 22. April 2010:
Mannschaftsfinal Junioren: 1. Grossbiritannien 254,200. 2. Schweiz 248,525. 3. Frankreich 245,525.

Für Finals qualifizierte Schweizer:

Mehrkampf
11. Pablo Brägger 81, 300. 12. Michael Meier 81,050. überzählig: 13. Eddy Yusof 80,975. 16. Marci Rizzo 80,375.

Gerätfinals
Pferd: 4. Oliver Hegi 13,575.  (1. Reserve: als 11. Eddy Yusof 12,975.)
Barren: 3. Oliver Hegi 14,000. und 7. Eddy Yusof 13,775.
Reck. 1. Oliver Hegi 13,875 und 4. Pablo Brägger 13,625.
Sprung. 6. Pablo Brägger 15.313 und 7. Michael Meier 15,075.
Ringe: 2. Reserve als 11. Pablo Brägger und 12. Eddy Yusof
Boden: 1. Reserve als 11. Marco Rizzo 13,825.

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