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EM Kutu: Podiumtraining Frauen – erster Eindruck gut!

Renate Ried

Generell gilt es im Podiumtraining, die Atmosphäre und die Geräte zu spüren. Wie hart ist das Sprungbrett, wie elastisch die Barrenholmen, wie «fedrig» der Boden? Äussere Umstände, die relevant sind, um eine Übung perfekt turnen zu können.

Alle vier Turnerinnen zeigten heute ein gutes, wenn auch nicht perfektes Training auf dem Podium. «Am Anfang hat mich das helle Licht irritiert, aber mit der Zeit habe ich mich daran gewöhnt», so zum Beispiel Giulia Steingruber. Ariella Kaeslin ist begeistert von den Anlagen: «Die Geräte sind tipp topp, vor allem der Sprung ist super!» Ariella Kaeslin hat heute im Podiumtraining bewusst nicht ihre kompletten Übungen und Wettkampfsprünge geturnt und sich geschont. Ziel war es, Energie für den Qualifikationswettkampf am Mittwoch zu sparen. Für alle ist klar: Heute ist ein Tag und am Mittwoch ein ganz anderer. Eine Strategie, die auch bei anderen Turnerinnen zu sehen war. Auch die Engländerin Beth Tweedle hat zum Bespiel in ihrer Bodenkür ganze Akrobatikreihen weggelassen. Jessica Diacci und Linda Stämfpli, die in der ersten von vier Abteilungen turnten, bestätigen ebenfalls, dass die Anlagen ideal sind.

Giulia Steingruber hat in den letzten Monaten grosse Fortschritte gemacht und den Schwierigkeitswert ihrer Übungen seit den Weltmeisterschaften im Herbst markant erhöht. Am Sprung springt sie neu wie Ariella Kaeslin den «Tschussowitina.» Sie sprang ihn heute im Training sehr hoch, auch wenn noch mit Fehlern in der Beinhaltung. Mit ihrem zweiten Sprung, dem Tsukahara mit einer ganzen Schraube, kann sie sich berechtigte Hoffnungen auf einen Finalplatz machen. Auch am Boden beeindruckte sie mit ihrer Sprungkraft und turnt neu in der ersten Bahn einen Doppelsalto gestreckt. Ihr Ziel ist klar: zwei Finalplätze, im Mehrkampf und am Sprung.

Sowohl Jessica Diacci wie auch Ariella Kaeslin haben auf diese EM hin ihre Stufenbarren-Übungen erschwert. Zoltan Jordanov ist grundsätzlich zufrieden mit den vier Turnerinnen. Der Nationaltrainer ist zuversichtlich: «Wenn sie am Wettkampftag fehlerfrei durchkommen und ihr Potential ausschöpfen, dann ist vieles möglich!» Die vier Schweizerinnen werden alle den Mehrkampf turnen. Das Ziel der Schweizerinnen sind zwei Plätze im Mehrkampf, davon ein Diplomrang, sowie eine Medaille im Gerätefinal.

Renate Ried

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