Ein weiterer historischer Tag für das Schweizer Frauen-Kunstturnen. Zum ersten Mal überhaupt gelingt es zwei Schweizer Turnerinnen gleichzeitig, sich unter den Top Ten im Mehrkampf zu klassieren. Ariella Kaaeslin holt sich mit einer kämpferische Leistung und 55.375 Punkten verdient das angestrebte EM-Diplom. Ariella Kaeslin zeigte den zweiten fehlerfreien Wettkampf innerhalb von drei Tagen, obwohl sie mit einem Infekt der oberen Luftwege zu kämpfen hat. Müde aber erleichtert zeigte sich Kaeslin nach dem Wettkampf, "Ich habe alles gegeben und freue mich über das EM-Diplom".
Überglücklich strahlte Giulia Steingruber, die einen tollen 9. Rang erturnte. Nach zwei Geräten noch auf dem 17. Rang liegend, rollte sie das Feld mit starken Leistungen am Boden und an ihrem Paradegerät Sprung von hinten auf. Insbesondere am Sprung sorgte sie heute für Aufsehen. Mit einem fantastischen "Tschoussowitina" beeindruckte sie nicht nur die Zuschauer und die anwesende Faachpresse, sondern erzielte mit 15.375 auch die Tageshöchstnnote."Ich bin einfach überglücklich! Ich freue mich riesig auf den Sprungfinal von morgen." meint eine euphorische Steingruber.
Verdiente Europameisterin wurde die Russin Anna Dementyeva, welche die Deutsche Elisabeth Seitz und die Rumänin Elena Racea auf die weiteren Medaillenränge verweisen konnte. Seitz, die mit einem überzeugenden und fehlerfreien Wettkampf das heimische Publikum begeisterte, holte für das Gastgeberland Deutschland bereits die zweite Medaille am heutigen Tag. Philipp Boy gewann Stunden zuvor bereits Gold bei den Männern.
Der Pechvogel des heutigen Tag ist die amtiernede Weltmeisterin im Mehrkampf, Aliya Mustafa. Als grosse Favoritin angetreten verletzte sich die Russin bei ihrem ersten Gerät, dem Pferdsprung. Mit Verdacht auf Kreuzbandriss am linken Knie musste sie den Wettkampf frühzeitig beenden.
Medienteam STV
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EM Kutu: Kaeslin und Steingruber überzeugen im Mehrkampf
Ariella Kaeslin und Giulia Steingruber glänzen an der EM in Berlin auch im Mehrkampffinal. Sie beenden den Wettkampf auf den ausgezeichneten Rängen 8 und 9. Gold geht an die Russin Anna Dementyeva, Silber an Elisabeth Seitz aus Deutschland und Bronze sichert sich die Rumänin Elena Racea.