Noch nie war ein Juniorinnen-Team an Europameisterschaften besser klassiert. Vor zwei Jahren in Clermont-Ferrand (FRA) wurde das Team gute Neunte. François De Saint Martin, Cheftrainer Nachwuchs, ist überglücklich: „Das grenzt an ein Wunder! Das ganze Team hat super Arbeit geleistet. C’est super, c’est manifique!“ Vor lauter Aufregung konnte François De Saint Martin, die letzte Nacht kaum schlafen.
Auch die Mädchen strahlen. Die 13-jährige Sara Metzger ist überwältigt von dieser neuen Erfahrung: „Es ist alles so gross! Auf dem Podium siehst du zu den Kampfrichtern runter, das ist schon ein seltsames Gefühl.“ Nadia Mülhauser machte die rote und grüne Ampel Eindruck. „Du darfst erst ans Gerät, wenn du grün hast“, lacht sie. Für Sara Catanzaro war das schwierigste, die Nervosität vor dem Wettkampf in den Griff zu bekommen. „Wenn ich mal begonnen habe, dann bin ich weniger nervös.“ Geärgert hat sie der Sturz am Balken: „Ich hatte auch schon Balkenübungen gezeigt mit drei Stürzen und nun falle ich beim Abgang – Doppelsalto gebückt - auf den Hintern, das mache ich sonst nie.“ Mit all der Aufregung um ihr Knie, ist sie aber überglücklich, dass alles so gut gegangen ist.
Die definierten Zielsetzungen des STV lautete in der Mannschaft Rang 10-12. Mit dem siebten Rang ist Spitzensportchef Felix Stingelin sehr zufrieden: „Es lief optimal und widerspiegelt die grossen Fortschritte, die das Frauen Kunstturnen in der Schweiz in den letzten Jahren gemacht hat. Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass alle Mädchen überzeugt haben – ein homogenes Team!
Schade, dass es zu keinem Gerätefinal gereicht hat. Sarah Di Lascia verpasste diesen am Sprung nur knapp. Als 13. ist sie erste Reserveturnerin. Am Stufenbarren wurde Sara Catanzaro 12. und wurde damit 2. Reserveturnerin.
Renate Ried, Medienchefin STV