Bis zum letzten Gerät konnte sich das Schweizer Team Hoffnungen auf einen Diplomrang machen. Die 14-jährige Nadia Mülhauser lag nach den ersten drei Geräten auf dem hervorragenden 8. Rang. Leider stürzte sie am Balken beim Spreizsalto rückwärts, so dass sie noch sieben Ränge verlor. „Ich freue mich trotzdem riesig, ich hätte nie erwartet im Final zu turnen.“
Auch die zweite Schweizer Finalistin, die 15-jährige Nadia Baeriswyl, konnte sich heute nicht mit dem Zittergerät Balken anfreunden. Sie musste gleich zu Beginn an den Balken und musste das Gerät ebenfalls beim Spreizsalto verlassen. Nadia Baeriswyl kämpfte weiter: „Ich wusste, dass auch andere Turnerinnen stürzen können. Geärgert hat mich mehr der Stufenbarren. Da weiss ich, dass ich es viel besser kann“ meint sie selbstkritisch.
Alles in allem zeigten die Schweizerinnen eine gute Leistung und dürfen mit ihrem Auftritt in Birmingham sehr zufrieden sein. Nachwuchscheftrainer François de Saint Martin ist sehr zufrieden mit dem Auftreten aller Juniorinnen: „Es ist super, sie zeigten sich von ihrer besten Seite¨“ Die Stürze am Balken führt er auf die mangelnde Erfahrung an internationalen Anlässen zurück. Und diese konnten die Turnerinnen in Brimingham sammeln. Zudem darf nicht vergessen werden, dass zum ersten Mal zwei Juniorinnen an einem internationalen Titelkampf im Mehrkampffinal standen. „Das Schweizer Frauen Kunstturnen ist auf dem richtigen Weg!“ so François de Saint Martin. „Ich möchte alle Trainer und Trainerinnen in den Regionalen Leistungszentren und allen, die uns unterstützen, danken!“
Renate Ried, Medienchefin STV