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EM Kutu: Claudio Capelli und Daniel Groves stehen im Mehrkampffinal

Claudio Capelli und Daniel Groves stehen am Freitag an den Einzel-Europameisterschaften in Berlin im Mehrkampf-Final der Männer. Den Einzug in die Gerätefinals verpassten die Schweizer. Am Sprung fehlten Claudio Capelli winzige 17 Hundertstelpunkte.

Gemischte Gefühle für die Schweizer Kunstturner nach dem Qualifikationswettkampf. Nach der Durststrecke an der WM 2010 stehen wieder zwei Schweizer im Final der besten Mehrkämpfer. Der gute neunte Rang von Claudio Capelli und der 21. Rang von Daniel Groves freut das ganze Team. Dass kein Gerätfinal erreicht wurde, tut weh.

Für Claudio Capelli stand der Mehrkampf im Vordergrund. „Ich bin sehr zufrieden, mein Ziel war es, an allen Geräten ohne Fehler zu turnen", meinte der Berner. „Der neunte Mehrkampfplatz ist eine gute Ausgangslage. Ich werde morgen mein Bestes geben!“ Der zweite Mehrkämpfer, Daniel Groves, stürzte bei seinem letzten Auftritt, dem Barren, beim Doppel-Salto gebückt, sonst turnte er stabil. Für den Luzerner ist der Einzug ins Mehrkampf-Final, als 21., eine Premiere.

Für die Gerätespezialisten reichte es leider nicht für einen Final. Das Niveau an allen Geräten war sehr hoch, der Schwierigkeitsgrad der Besten enorm. Die Schweizer hätten perfekt turnen müssen. Die besten Aussichten hatte Lucas Fischer. Er turnte am Barren und am Reck eine der schwierigsten Übungen überhaupt (zweitbeste D-Note am Barren), musste aber an beiden Geräten einen Sturz in Kauf nehmen. Sehr schade, turnte er doch sonst den Rest der Übung sehr sauber. Der Aargauer war sehr enttäuscht, stellte sich trotzdem souverän den Presseanfragen. „Es ist einfach schade! Ich habe einfach zu wenig Wettkampfpraxis, v.a. an internationalen Anlässen“, so Lucas Fischer nach einer Erklärung suchend.

Pascal Bucher, Nils Haller und Manuel Rickli turnten ohne grosse Fehler, aber es fehlten ihnen jeweils einige Zehntelspunkte, um einen Final zu erreichen, da ihnen noch Top-Schwierigkeiten fehlen. Manuel Rickli, der neue Team-Captain, trat nach seiner langen Verletzungspause positiv auf. Seine Reckübung mit schwierigen Flugteilen turnte er sehr sauber. Mit Pascal Bucher wächst für die Schweiz wieder ein guter Pferdturner heran. Auch Nils Haller kann mit seiner ersten EM-Erfahrung zufrieden sein. Gute Ringturner werden auch in Zukunft gebraucht. Am Barren und Sprung verpasste Claudio Capelli den Gerätfinal nur knapp, er wurde 15. am Barren und 13. Sprung.

Medienteam STV

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