Bis auf den Balken zeigten die Schweizer Juniorinnen ein gutes Training. Das kurze Einturnen am Zittergerät war sehr gut, doch bei den ganzen Übungen gab es Stürze. Auch wenn am Mittwoch eine Übung als Streichresultat zählen wird, waren es zu viele. „Es fehlte ihnen an Erfahrung“, erklärt die Trainerin Monia Marazzi, „doch ich bin überzeugt, dass die Mädchen bereits ihre Lektion gelernt haben.“ Auch Nicolas Gitteau: „Ich bin zuversichtlich, dass die Mädchen bereit sind. Ich erwarte kein Wunder, aber ein gutes Niveau. Fehler im Podiumstraining sind normal, wir sind bereit.“ Sein Ziel ist es, dass sich zwei Mädchen für den Final der besten 24 Mehrkämpferinnen qualifizieren und er hofft auf einen Gerätefinal. „Illaria Käslin hat gute Chancen am Balken“, so Nicolas Gitteau, „aber es ist auch das Zittergerät Balken.“
Die Schweizer Juniorinnen haben sich in den letzten Wochen und Monaten intensiv auf diese Juniorinnen EM vorbereitet. Um das Team zusammenzuschweissen und den letzten Feinschliff zu geben, trainierten sie eine Woche im KTZ Ostschweiz in Wil, am Wochenende turnten sie den U15 Länderkampf in Utzenstorf, danach waren sie ein Woche zusammen in Magglingen. Das junge Team, bestehend aus zwei Tessinerinnen und drei Deutschschweizerinnen, verständigt sich auf Französisch, gemischt mit Deutsch und Italienisch: „Und sonst nehmen wir die Hände und Füsse zur Hilfe“, erklären sie lachend. Die gute Stimmung unter den Mädchen ist spürbar
Renate Ried
EM Kunstturnen: Gutes Podiumstraining der Schweizer Juniorinnen
Nicolas Gitteau, Cheftrainer Nachwuchs, ist zufrieden mit dem Podiumstraining der Juniorinnen. Die fünf Mädchen nutzten die Gelegenheit, die Geräte und die Halle kennen zu lernen. Einzig Laura Schulte konnte letzten Sommer an der EYOF, dem Olympisches Festival der Europäischen Jugend in Trabzon (TUR) schon Erfahrungen an einem Grossevent sammeln. Für die anderen Vier ist die Situation neu. Für Eliane Schreiber gar der erste Wettkampf überhaupt auf einem Podium. „Hauptziel war, die Atmosphäre aufzunehmen, sich an die Geräte zu gewöhnen. Ich denke, dies ist uns gelungen“, bestätigt Nicolas Gitteau.