Die Leistungen der andern Schweizer entsprachen nicht den Erwartungen. Am besten hielten sich Roland Häuptli und Roman Gisi beim Bodenturnen. Leichte Standfehler verhinderten jedoch Spitzenplätze. Debütant Pascal Bucher zahlte am Barren und am Pferd Lehrgeld (jeweils gestürzt), auch Roman Gisi (Pferd) und Pierre-Alain Porchet (Boden) konnten ihre Übungen nicht wunschgemäss durchziehen.
Dafür lieferte Niki Böschenstein wieder einmal einen hervorragenden Wettkampf ab. Er begann zwar am Pferd schwach (nur 11,80, Abgang nicht angerechnet), doch danach turnte er routiniert und bis zum Reck praktisch fehlerlos. Beim Sprung hielt er bis zum letzten Durchgang den letzten Finalplatz, wurde dann aber noch von zwei Rumänen übertroffen. Am Barren scheiterten am Schluss zwei Russen – der siebte Platz war gesichert. Am Reck musste er nach dem Tkatschew absteigen. Dennoch stand die Mehrkampf-Finalqualifikation bereits vor dem abschliessenden Bodenturnen praktisch sicher. Eine leichte Standunsicherheit nach der dritten Akrobatikbahn kosteten einige Zehntel, doch wies er am Schluss mehr als einen Punkt Vorsprung auf den 24. und letzten Qualfikationsrang auf.
Sieger des Qualifikationswettkampfes wurde der 19-jährige Brite David Keatings (89,15) vor Fabian Hambüchen (89,05), der nach am Sturz vom Reck den Final an seinem Spezialgerät verpasste.
Erwin Hänggi