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Einzel-EM Kutu F und M 2009 Mailand

Einzel-Europameisterschaften 2009 Kunstturnen Frauen und Männer
vom 2. – 5. April 2009 in Mailand (It)

Ariella Kaeslins Anlauf auf eine Medaille
Bei den Einzel-Europameisterschaften, die in dieser Form – nur gut sieben Monate nach den Olympischen Spielen von Peking – zum dritten Mal ausgetragen werden, sind die Schweizer Zielsetzungen unterschiedlich: Ariella Kaeslin startet im Sprung aus der «Pole Position», Claudio Capelli möchte das Jahr 2008 endgültig «abschreiben».

Erster EM-Podestplatz?
Wenn Ariella Kaeslin ihre im letzten Jahr international bewiesene Stabilität im Sprung bestätigen kann, dürfte ein Medaillengewinn Tatsache werden. Es wäre der erste Podestplatz einer Schweizerin an Europameisterschaften. An der EM 2008 in Clermont-Ferrand (Fr) war sie Vierte, an den Olympischen Spielen Fünfte, beim Weltcupfinal im Dezember 2008 in Madrid Zweite. Zudem gibt ihr der Sieg am Sprung am Weltcup in Cottbus (De) vor zwei Wochen zusätzliche Sicherheit. Die stärkste Europäerin Oksana Chusovitina wird verletzungsbedingt nicht am Start sein. Wenn alles aufgeht, kann Ariella Kaeslin auch im Mehrkampf-Finale unter die ersten Acht kommen. Sie war in Peking – und dies hat man beinahe vergessen – im Mehrkampffinal als 18. die neuntbeste Europäerin.

Claudio Capelli hatte im Vorfeld von Peking mit Verletzungen zu kämpfen, die ihn hinderten, den Olympiawettkampf in Normalform zu bestreiten. Dies möchte er in Mailand nachholen mit einem Diplomrang im Mehrkampf, vielleicht mit einem weiteren Finalplatz. Routinier Niki Böschenstein tat sich in den internen Ausscheidungen schwer, Roman Gisi musste verletzungsbedingt die zweite Qualifikation auslassen. Das Kontingent von sechs Turnern wurde ausgeschöpft. Mit Pascal Bucher wird auch einem Nachwuchsmann die Chance geboten, sich international zu profilieren. Bei den Frauen gilt dies vor allem auch für die 16-jährige Yasmin Zimmermann, die letztes Jahr im Weltcup mehrere gute Klassierungen erreichte.

Diese EM in Italien weist eine hervorragende Besetzung auf. Je sechs Männer und vier Frauen pro Nation sind startberechtigt. Zudem gelten diese Meisterschaften als Standortbestimmung für den neuen Code de Pointage (Bewertungssystem), welcher alle vier Jahre nach den olympischen Spielen angepasst wird. Als Beobachter haben sich deshalb Delegationen aus den USA und Japan angemeldet.

Erwin Hänggi / Renate Ried

www.euro2009.it

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