Schweizerischer Turnverband - STV

Rhönrad

Das Rhönrad ist ein Sportgerät, das aus zwei Reifen besteht, die durch sechs Sprossen – zwei einfache Stangen (Spreizsprossen), zwei Griffsprossen und zwei Brettsprossen – miteinander verbunden sind. Der Durchmesser des Rades variiert je nach Grösse der Turnenden, so dass die/der Turnende fast gestreckt auf den Brettern stehen kann und sich an den Griffen hält. Die «Schönheit» einer Kür wird mit der Ausführung bewertet. Kopf, Rumpf, Arme, Hände, Beine und Füsse sollten möglichst gestreckt sein (wo vorgeschrieben).

Im Schweizerischen Turnverband werden vier Disziplinen angeboten:

  • Das Geradeturnen ohne Musik: Dabei rollt das Rad auf einer Fläche von 23 x 3 Metern auf beiden Reifen und es werden Kürübungen geturnt. Es gibt Übungen, die mit Hilfe beider, einer oder ohne Bindungen ausgeführt werden. Eine Kürübung umfasst vier bis sechs Bahnen.
  • Das Geradeturnen mit Musik: Auch mit Musik wird auf einer Fläche von 23 x 3 Metern geturnt. Die Musik hat eine Dauer von 2,5 bis 3,5 Minuten. Dabei gibt es auch Punkte für die musikalische Interpretation.
  • Das Spiraleturnen: Das Rad bewegt sich auf einem der Reifen, es dreht sich ähnlich wie eine Münze. In der «grossen» Spirale hat das Rad einen Neigungswinkel von 60 Grad, in der «kleinen» Spirale höchstens 30 Grad. Die/der Turnende versucht das Rad durch Gewichtsverlagerung und Armzug auf der jeweiligen Höhe zu halten und nach 3–5 Sekunden in der kleinen Spirale das Rad wieder in den Stand zu bringen. Der Sprung: Das Rad wird mit Schwung angeschoben. Die/der Turnende läuft hinter dem Rad her und springt aufs Rad. Aus der Grätsch-, Hock- oder Standposition wird ein Sprung auf eine Matte vorgeführt. Dies kann beispielsweise ein Hocksprung, Grätschsprung, Überschlag oder Salto sein.

Geschichte, Hintergründe
Das Rhönrad wurde 1925 von Otto Feick, aus der bayerischen Rhön, Deutschland erfunden; das Patent wurde am 8. November 1925 ausgestellt. Später entwickelte er das Sportgerät weiter und bemühte sich darum, das Rhönrad im In- und Ausland bekannt zu machen. 1936, bei den Olympischen Spielen in Berlin wurde diese Sportart vorgeführt, jedoch nicht als olympische Disziplin.

Im Jahre 1994 wurde der Internationale Rhönradturn-Verband (IRV) gegründet und die ersten Rhönrad-Weltmeisterschaften ausgetragen. In den Jahren 2001 (Liestal) und 2009 (Baar) fanden die Weltmeisterschaften in der Schweiz statt.

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